Pack die Badehose ein... und steckt die Kreditkarte rein. Im Urlaub ist das praktische Plastikgeld Trumpf. Abgesehen davon, dass Kreditkarten – zumindest laut Fernsehwerbung – sogar noch im knappsten Strandoutfit Platz finden, kann man mit ihnen rund um den Globus sicher und bequem bargeldlos zahlen. Während der Einsatz von Bankkarten (Maestro) schwerpunktmäßig auf den Euro-Raum begrenzt ist, bringen es die führenden Kreditkartenmarken Visa und Master Card weltweit jeweils auf weit über 20 Millionen Akzeptanzstellen. Am Geldautomaten oder Bankschalter kann man zudem per Kreditkarte Bares in der Landeswährung abheben.
Vergleichen Sie die Gebühren
Um die Urlaubskasse zu schonen, empfiehlt sich allerdings vor der Abreise ein Blick ins Gebührenverzeichnis. Zusätzlich zum Jahresentgelt erheben viele Banken Extra-Gebühren für den Auslandseinsatz. Wer außerhalb der Euro-Zone die Kreditkarte zückt, dem wird dafür in der Regel ein bis zwei Prozent vom Umsatz in Rechnung gestellt. Innerhalb der Euro-Länder dürfen die Kreditinstitute zwar keine speziellen Auslandsgebühren erheben. Dafür fallen hier genau wie im Rest der Welt Gebühren für das Abheben von Bargeld am Automaten an. Richtwert: zwei bis vier Prozent vom ausgezahlten Betrag. Je nach Bank gelten dabei oft hohe Mindestentgelte: Laut Stiftung Warentest werden in der Spitze bis zu sieben Euro fällig.
Tipp: Wer Gebühren sparen will, hebt statt vieler Kleinbeträge lieber einmalig eine größere Summe ab.
Mit der Karte auf Nummer sicher
„Kartenzahlungen sind bequem, schnell und bieten ein hohes Maß an Sicherheit“, sagt Hans van der Velde, President und CEO Visa Europe. Bei Verlust der Kreditkarte haften Karteninhaber maximal bis 50 Euro, vorausgesetzt, sie lassen die verlorene oder gestohlene Karte umgehend sperren. Die Nummer der Notfall-Hotline sollten Sie auf Reisen stets parat haben, die Callcenter sind rund um die Uhr besetzt. Für Barabhebungen am Automaten und teilweise auch zum Bezahlen im Geschäft ist die Eingabe der Geheimnummer (PIN) erforderlich. Reisende sollten sich diese Nummer gut einprägen, auf keinen Fall aber zusammen mit der Karte im Portemonnaie verwahren oder gar auf der Karte notieren. Aus Sicherheitsgründen sind viele Karten zudem mit einem Tages- oder Wochenlimit versehen. Damit es an der Kasse nicht heißt: „Zahlung verweigert“, sollten Urlauber sich vor der Abreise bei ihrer Bank nach dem persönlichen Verfügungsrahmen erkundigen.