1. Infos rund ums Gas
Als Energie- und Kraftstoff gewinnt Gas weltweit an Bedeutung. Experten rechnen damit, dass man noch 155 Billionen Kubikmeter aus den Gasvorkommen unter der Erde zur Nutzung gewinnen kann. Den Hauptanteil an den Gasreserven halten mit jeweils einem Drittel die ehemaligen GUS-Staaten sowie der Mittlere und Nahe Osten. Das letzte Drittel schlummert unter der Erde Europas, Asiens, Afrikas und Nord- und Südamerikas.
Für 60 Jahre werden diese Reserven noch reichen, schätzt die E.ON-Ruhrgas AG - bei steigender Nachfrage. Ein Beispiel: Während in Deutschland noch 1980 nur 22% aller Wohnungen eine Erdgasheizung hatten, dürften es Ende 2010 bereits mehr als die Hälfte aller Haushalte sein, die mit Erdgas heizen.
Die Hälfte des Gases in Deutschland verbraucht allerdings die Industrie. Hier sank die Nachfrage zu Anfang 2009 aufgrund der gedrosselten Produktion, ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Prognosen erfassen solche Schwankungen nur schlecht. Weil Gas vielfältig genützt werden kann, z.B. als Kraftstoff für Fahrzeuge, soll die Nachfrage aber langfristig kontinuierlich ansteigen.
2. Warum Gas?
Immer mehr Bauherren entscheiden sich für die Installation einer Gasheizung. Dabei mussten Gaskunden in den vergangenen zehn Jahren immer mehr bezahlen als Kunden, die mit Öl heizen.
Bei der Entscheidung für Gas spielt der Umweltfaktor eine große Rolle. Denn bei Erdgas entstehen, verglichen mit anderen fossilen Brennstoffen, die geringsten CO2-Emmissionen. Und Schadstoff bildende Bestandteile, wie etwa Schwefel, sind im Erdgas praktisch nicht vorhanden. An Geld sparen lässt sich durch moderne Erdgasgeräte, die den Verbrauch senken. Umweltschutz, wie ihn Sparfüchse mögen!
Wer sich um die Sicherheit der Versorgung Gedanken macht, bekommt von Seiten der Gasanbieter Entwarnung. Zwar werden nur 14% des in Deutschland verbrauchten Gases auch hier gewonnen und hierzulande sind wir sind stark vom Import abhängig, aber: Durch internationale Kooperationen und ein europäisches Verbundnetz stellen die Erdgasunternehmen die Versorgung der deutschen Abnehmer auch in politisch schwierigen Zeiten sicher.
Mehr Platz im Neubau: Der Brennstoff steht immer zur Verfügung und benötigt keinen Lagerraum. Statt einen eher hässlichen Öltank einzubauen, bleibt Freiraum für einen Hobbykeller, Partyräume oder einen Whirlpool. Auch in anderer Hinsicht bleiben Erdgas-Kunden flexibler: Die Erdgasgeräte lassen sich präzise regulieren und sind leicht zu bedienen.
Wer erwägt, von Öl auf Gas umzusteigen, sollte sich Rat vom Experten holen. Immer noch ist der Wechsel eine Preisfrage, Alternative wäre beispielsweise eine Holzpellet-Heizung.
Wettbewerb wurde auf dem deutschen Gasmarkt lange kleingeschrieben. Doch langsam sehen Beobachter erste positive Signale dafür, dass kleine Unternehmen den großen Platzhirschen etwas entgegen setzen können. Diese Belebung am Markt dürfte immer deutlicher in den Preisen sichtbar werden.
3. Gasvergleich - Wie kann ich den Anbieter wechseln?
Anbieter vergleichen und wechseln tut dem Markt gut. Denn jeder Kunde, der wechselt, bietet den großen Unternehmen einen Anreiz, am Preis zu arbeiten. In der Vergangenheit kassierten sie teilweise deutlich überzogene Preise vom Endverbraucher.
Um zu wechseln, können Sie in unserem Gasrechner mit wenigen Schritten den günstigsten Lieferanten ermitteln. Halten Sie dazu nur Ihre Postleitzahl bereit und den Jahresverbrauch, den sie der letzten Rechnung entnehmen können. Konditionen vergleichen, Wechselantrag ausfüllen, abschicken und Antwort abwarten. In der Regel übernimmt der neue Gasanbieter für Sie die Formalitäten mit dem bisherigen. Achten Sie nur darauf, ob der alte Vertrag Sie an bestimmte Laufzeiten bindet.
Unser Tipp: Informationen über aktuelle Änderungen in Ihrer Region gibt es in unserem Newsletter - unverbindlich und kostenlos.
4. Es riecht nach Gas! Was tun?
Keine Angst vor der Erdgasheizung im Keller. Installation von Gasleitungen und Aufstellung von Gasgeräten unterliegen strengen Richtlinien, die für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgen. Die Richtlinien stammen von der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Deren dringende Empfehlung lautet außerdem: Lassen Sie die Geräte regelmäßig vom Fachmann überprüfen und nehmen Sie auch kleinere Reparaturen nie selbst vor.
Aber wie sollte man reagieren, wenn es im Haus doch nach Gas riecht? Dann gilt es, ein paar einfache Regeln zu kennen und zu beachten:
- Ruhig bleiben: Schon kleine Mengen an Gas riechen intensiv.
- Kein offenes Feuer: Zigaretten, Streichhölzer, Feuerzeug und Holzofen ausmachen.
- Funkenschlag vermeiden: Telefon und Handy nur vor dem Haus benützen.
- Licht- und Geräteschalter nicht mehr betätigen, keine Steckdosen ziehen, denn auch Elektrogeräte können Funken schlagen.
- Lüften: Fenster auf, aber Dunstabzugshaube auf keinen Fall einschalten.
- Gashaupthahn (im Keller) abdrehen.
- Mitbewohner warnen (keine Türklingeln benützen!) und gemeinsam das Haus verlassen.
- Von außerhalb des Hauses den Bereitschaftsdienst des Gasversorgers verständigen. Gut zu wissen: Auch ein „Fehlalarm“ kostet nichts.