Seit dem Frühjahr fallen die Gaspreise – und auch zum Jahresende geht der Trend so weiter: Fast alle Anbieter senken wieder ihre Tarife. Diese Entwicklung signalisiert Entspannung, doch von Sparen will nicht so wirklich die Rede sein. Der lange kalte Winter Anfang 2009 und die relativ späten Preissenkungen hinterlassen deutliche Spuren auf der Jahresabrechnung. Lesen Sie hier, warum:
Das Problem mit dem Gaspreis
Auf den ersten Blick klingt die Tendenz vielversprechend: Seit Jahresbeginn sind die deutschen Gaspreise deutlich gefallen. Allein im Sommer waren es durchschnittlich 200 Euro, die der Verbraucher weniger zahlen musste als im Winter zuvor – und bis zum Jahresende soll es auch so weiter gehen: 51 Gasanbieter kündigen an, im November und Dezember ihre Preise zu senken. Das belegt die aktuelle Statistik von Verivox, unserem Partner in Sachen Strom und Gas auf www.financescout24.de. Die größte Senkung mit 202 Euro erfahren demnach die Tarife von ENTEGA in Rheinland-Pfalz.
Trotzdem werden Millionen Haushalte 2009 insgesamt stärker zur Kasse gebeten. Haben wir dieses Jahr nicht alle über den nicht enden wollenden Winter geschimpft? Eines hat sich gezeigt: Der Winter im ersten Quartal diesen Jahres war nicht nur lang und kalt, sondern schlug sogar doppelt zu Buche. Warum? Weil nicht nur der Heizbedarf des ersten Quartals 2009 um einiges höher war als im selben Zeitraum 2008 – auch die Gaspreise notieren in der verbrauchsstarken Saison auf unangenehmen Höhen.
Aktuell befindet sich der Gaspreis zwar auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren, jedoch kamen die Senkungen im April und Juli 2009 definitiv zu spät, denn der Heizbedarf der Haushalte ging analog zu den Senkungen ohnehin zurück. Unseren Recherchen zufolge werden die Gesamtkosten für eine Gasheizung dieses Jahr eher etwas höher als vergangenes Jahr ausfallen. Bleibt zu hoffen, dass es in den Wochen bis zum Jahresende nicht kälter wird als üblich, sonst geht es mit den Gesamtkosten noch weiter nach oben.
Und dass die Preise weiter fallen, ist eher nicht zu erwarten: Da sich der Ölpreis seit März auf rund 80 Dollar pro Barrel verdoppelt hat, ist spätestens zum Jahreswechsel mit erneut steigenden Gaspreisen zu rechnen. Ändert sich der Ölpreis, schlägt sich das in der Regel mit einer Verzögerung von drei bis sechs Monaten beim Gaspreis nieder. Durch Verivox wissen wir von drei Anbietern, die bereits reagieren und ihre Preise schon jetzt anheben – im Höchstfall geht es um satte 123 Euro nach oben.
Seit 2006 haben aber auch Gaskunden die Möglichkeit, ihren Anbieter frei zu wählen, sofern sie über eigene Zähler in ihren Wohnungen verfügen. Im Hinblick auf die kommende Entwicklung ist deshalb derjenige gut beraten, der sich günstige Gaspreise sichert und sich nach Anbietern mit längerfristigen Preisgarantien umsieht. So lassen sich nicht nur anstehende Erhöhungen umgehen, sondern gleichzeitig auch mehrere hundert Euro sparen. Wie? Nutzen Sie einfach unseren Gastarifrechner von Verivox und berechnen Sie Ihren persönlichen Tarif.