Die 19jährige Nele ist happy: „Jetzt mache ich Sommer, Sonne und Ferien zum Beruf“, sagt die Abiturientin, die einen Ausbildungsplatz zur Reiseverkehrskauffrau ergattert hat. Ferne Länder und exotische Ziele interessieren sie sehr, alltägliche Gebühren weniger. Über ihre Bankverbindung hat sich die angehende Urlaubsexpertin deshalb bisher kaum Gedanken gemacht. Statt gezielt die Preise für Kontoführung, Dispokredit oder Zahlungskarten zu vergleichen, hat sie kurzerhand die „Familienbank“ gewählt, wo auch die Eltern schon seit Jahren ihr Konto führen.
Preise vergleichen
Einfach die Bankverbindung der Eltern übernehmen – das ist zwar bequem, kann aber unter Umständen ganz schön teuer werden. Denn die Preisunterschiede fürs Gehaltskonto sind enorm. Bis zu 170 Euro Kontoführungsgebühren knöpfen die teuersten Geldhäuser einem durchschnittlichen Kunden pro Jahr ab, hat die Stiftung Warentest ermittelt. Ganz schön happig – vor allem, wenn man wie Nele gerade mal 500 € im ersten Lehrjahr verdient. Zum Glück lassen sich hohe Gebühren ganz leicht sparen. Denn statt sich jeden einzelnen Handschlag versilbern zu lassen, begnügen sich viele Banken mittlerweile mit moderaten Pauschalen. Bis zu 60 € im Jahr sind laut Stiftung Warentest für ein filialgeführtes Konto angemessen, dann ist aber auch Schluss: „Alles was über 80 € liegt, finden wir zu teuer“, sagt Testerin Kerstin Backofen. Allen die mehr zahlen, empfiehlt die Finanzexpertin, sich nach etwas Günstigerem umzuschauen.
Online noch mehr sparen
Noch mehr Geld sparen Azubis, wenn sie ihr Konto online führen oder zu einer preiswerten Direktbank ohne Filialservice verlegen. Der kostenlose Online-Vergleich von Financescout24 zeigt: Institute wie 1822direkt, Netbank oder DKB führen das Gehaltskonto online komplett zum Nulltarif, selbst wenn dort monatlich nur ein paar Hundert Euro Ausbildungsvergütung eingehen. Mit dem Gehalt steigt auch die Auswahl: Wer als Berufsanfänger bereits über 1.000 € verdient, kann sich Gebühren fürs Konto bei vielen Instituten sparen.