Bonuspunkte sind in: Zwei von drei Bundesbürgern tragen mindestens eine Kundenkarte im Portmonee, so das Ergebnis einer aktuellen TNS-Emnid-Befragung zum Thema Karten und Kundenkarten in Deutschland. Die Nase vorn hat dabei die Payback Karte: 36 Prozent der Befragten sind Mitglieder des Multipartner-Programms. Gepunktet wird unter anderem bei Real, Obi, dm, Aral oder Kaufhof - dazu kommen regelmäßig zahlreiche Aktionspartner. Auf Wunsch gibt es die Payback-Karte seit einiger Zeit auch als vollwertige Kreditkarte (Visa). Der Clou: Bei jedem Bezahlvorgang kassiert der Kunde Payback-Punkte, und zwar egal, ob es sich um ein Payback-Partnergeschäft handelt oder nicht. Wie jede andere Visakarte kann die Payback-Kreditkarte weltweit in rund 24 Millionen Unternehmen an der Kasse eingesetzt werden.
Gebühren vergleichen: Kreditkarten zum Nulltarif
Mit 20 Euro fallen die Jahresgebühren für die Payback Visakarte relativ moderat aus, doch es geht auch noch günstiger. Die Stiftung Warentest hat die Konditionen von 43 Kartenprogrammen unter die Lupe genommen. Fazit: Die Karstadt Quelle Master Card und die Sunnycard der Santander Consumer Bank gibt es unabhängig von der Bankverbindung komplett zum Nulltarif.
Mit der Karstadt Quelle Mastercard sammeln Shopper Punkte im Rahmen des Happy Digits Bonusprogramms, beispielsweise bei Karstadt, Quelle, Neckermann, Kaisers oder Schlecker. Den Griff zur Sunnycard belohnt dagegen das Reiseportal Urlaubsplus.com mit fünf Prozent Rabatt auf Urlaubsbuchungen bei vielen namhaften Reiseveranstaltern. Kostenlose Karten gibt es zudem bei verschiedenen Banken als Extra zum ebenfalls kostenlosen Girokonto, beispielsweise bei den Sparda-Banken oder bei den Direktbanken ING-Diba und DKB. Ein spezielles Gratis-Angebot für junge Leute hält das Online-Prämienprogramm Webmiles bereit: Minderjährige erhalten die Webmiles PrePaid-Karte zum Nulltarif. Junge Leute (18 bis 23 Jahre) zahlen für die Webmiles Visacard ebenfalls keinerlei Gebühren, müssen dafür allerdings auch auf die Möglichkeit in Raten zu zahlen verzichten.
Zusatzleistungen: Stammkunden profitieren
Wird für die Kreditkarte eine Jahresgebühr fällig, sollten Kunden genau überprüfen, welche Leistungen dafür geboten werden. "Bei unserer Untersuchung haben wir festgestellt, dass die Preisspanne bis 140 Euro hochgeht ", weiß Finanztest-Redakteurin Kerstin Backofen. Bis zu 62 Euro kostet beispielsweise die Miles & More Kreditkarte der Lufthansa mit der vor allem Vielflieger Meilen sammeln. Im Businesspaket enthalten sind unter anderen eine Reiserücktrittskostenversicherung und Verkehrsmittel-Unfallversicherung, außerdem winken Rabatte für Mietwagen und attraktive Guthabenzinsen. Mit der TUI Card der Commerzbank sichern sich Stammkunden des Hannoveraner Reiseveranstalters Rabatte auf TUI-Reisen, Reiseversicherungen und Serviceleistungen wie z.B. Sitzplatzreservierungen oder zusätzliches Freigepäck. Außerdem können Karteninhaber weltweit kostenlos Bargeld abheben. Bei fast allen anderen Karten werden dafür außerhalb der Eurozone ca. ein bis vier Prozent des Auszahlungsbetrages fällig. Dafür kostet die TUI Card 49,50 € Jahresgebühr, die Gold-Version sogar knapp 100 €. Das lohnt in der Regel nur, wenn die gebotenen Zusatzleistungen wirklich intensiv genutzt werden.