Wer von dem Berater seines Vertrauens zur richtigen Anlageentscheidung geführt wird, darf sich glücklich schätzen - denn dies ist keine Selbstverständlichkeit. Die Qualität der Beratung hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: der Kompetenz des Bankangestellten und dem Rahmen, in dem das jeweilige Bankhaus eine Beratung zulässt. Oftmals entscheidet nicht der Berater alleine, sondern vielmehr die gerade aktuelle Vertriebskampagne über die Produktauswahl. Da werden gerne schon mal hauseigene Produkte angepriesen, Garantiefonds verkauft, obgleich die Kurse am Boden liegen oder Produktrisiken verharmlost.
Beratung kostet den Banken Geld. Eine Anlageberatung bei der Bank Ihres Vertrauens verfolgt somit keinen Selbstzweck, sondern ist letztendlich immer ein Vehikel zum Verkaufen und damit auch zum Geld verdienen für die Banken. Das sollte der mündige Kunde im Hinterkopf haben, wenn er das Gespräch mit seinem Anlageberater sucht. Eine gute Anlageberatung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Kunden, seiner persönlichen Lebenssituation, finanziellen Zielen und damit einhergehend der Anlagedauer sowie Transparenz der Produkte. Jedoch entscheidet am Ende nur einer über seine Geldanlage - und das sind Sie selbst.
Daher gilt auch bei Bankprodukten das, was gerne beim Kauf der neuen Digicam oder des neuen Fernsehers gemacht wird: Holen Sie sich weitere Meinungen ein – beispielsweise bei einer zweiten Bank oder einem kompetenten Bekannten – und nehmen Sie sich die Zeit, sich über die angebotenen Produkte richtig zu informieren. „Finger weg von Produkten, die man nicht selbst versteht und deren Risiken unüberschaubar erscheinen.“ rät dann auch der Banking-Experte Florian Reichert von FinanceScout24. Denn nur wer alle Vor- und Nachteile eines Anlageproduktes selber erfasst hat, kann die richtige Entscheidung für sich treffen.
Informationsmöglichkeiten gibt es heutzutage viele, beispielsweise in Produktbroschüren, Fachzeitschriften oder Internetportalen. Auf FinanceScout24 finden Sie eine ganze Reihe wertvoller Informationen und weiterführender Artikel zum Thema Banking und Geldanlage. Im Tagesgeld-Rechner lässt sich beispielsweise ablesen, welchem Einlagensicherungsfonds das jeweilige Institut mit dem Wunschzins angeschlossen ist – also wie Ihr Erspartes abgesichert ist.
Ehrlicherweise soll abschließend gesagt sein, dass natürlich eine Finanzkrise, wie sie die Welt derzeit erlebt, auch mit einer besseren Selbstberatung nicht vorhersehbar oder für den einzelnen abwendbar ist. Sie hilft allerdings, Renditechance und Risiken einer Anlage klarer bewerten und damit den eigenen Handlungsbedarf im Fall der Fälle abschätzen zu können.