Auf der anderen Seite wird das Leben hierzulande erstmals seit 22 Jahren nicht mehr teurer. Die gesunkenen Preise auf Jahressicht für Energie und Lebensmittel führten dazu, dass die Inflation im Mai auf der Nulllinie lag. Der Blick auf den Liter Benzin und Milch bestätigt diesen Eindruck.
Das hat folgenden Effekt: Obwohl die Zinsen absolut betrachtet extrem niedrig sind, relativiert sich dieser Eindruck, weil sich die Inflation derzeit in Luft aufgelöst hat. Früher war es daher nicht unbedingt besser: Der Sparer kassierte zwar üppige Zinssätze von 5% oder mehr, musste aber zugleich eine Geldentwertung in ähnlicher Größenordnung hinnehmen. Die Zinsen wurden alleine dafür benötigt, um die Kaufkraft zu erhalten. Und wenn er dann noch Steuern auf seine Einkünfte bezahlte, fiel die Rendite sogar negativ aus.
Doch zurück zu Günter Schild und der staatlichen Knauserei. Es ist schon ausgesprochen wenig, was den Bürgern auf diesem Weg offeriert wird. Daher lohnt sich für konservative Sparer, die auch täglich flexibel bleiben wollen, der Blick auf die Konditionen beim Tagesgeld.
Nach den Erfahrungen der Finanzmarktkrise steht das Thema Sicherheit an oberster Stelle. Was nützen attraktive Zinsen, wenn sich Anleger bei Banken die Finger verbrühen – wie es bei der isländischen Kaupthing-Bank passiert ist? Daher steht das Thema „Einlagensicherung“ bei den Kreditinstituten im Vordergrund. Eine wichtige Änderung gilt in Deutschland ab dem 30. Juni: Dann steigt die gesetzliche Entschädigung auf 50.000 Euro anstatt der bisherigen 20.000 Euro, die darüber hinaus noch mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent der Schadenssumme versehen war.
Auf Platz 1 im „internationalen Vergleich“ beim Buhlen um den Kunden rangiert die Bank of Scotland – das Institut mit dem Hauptsitz in Edinburgh wirbt mit 3,3% Zinsen. Sparer sollten allerdings nicht mehr als 50.000 britische Pfund (rund 56.000 Euro) anlegen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Sofern Sie sich für Kreditinstitute entscheiden wollen, die unter die Staatsgarantie fallen: Cortal Consors führt mit 3% die Hitliste an. Dabei handelt es sich aber um eine Neukundenaktion, die auf 6 Monate befristet ist und bei der maximal 20.000 Euro angelegt werden können. Ein kostenloses Depot bei der Online-Bank ist zudem Voraussetzung.
Wer sich über die ganzen Feinheiten selber informieren und/oder abschließen möchte, klickt auf den Tagesgeld Vergleich von FinanceScout24. Übersichtlich werden hier die Angebote dargestellt, sogar mit einer exakten Berechnung der Effektivverzinsung. Diese kann durchaus deutlich vom Nominalzins abweichen, wenn ein Zinssatz nur wenige Wochen garantiert wird.