Tagesgeld Neukundengewinnung

Keine Lust auf Tagesgeldhopping?

Keine Lust auf Tagesgeldhopping?

11.01.2011


Angelockt von verhältnismäßig hohen Zinsen lassen sich Anleger häufig dazu hinreißen, ein Tagesgeldkonto abzuschließen – um später festzustellen, dass sie der Werbestrategie der Geldinstitute zum Opfer gefallen sind. Denn ist die Zinsgarantiefrist erst einmal abgelaufen, gilt ein weitaus niedrigerer Zinssatz.

König bei den Tagesgeldanbietern ist der Neukunde – Bestandskunden hingegen werden mit mageren Zinsen abgespeist. Was für viele Banken mit einer scheinbar erfolgreichen Zahl von Neukunden beginnt, endet häufig in so genanntem Tagesgeldhopping: Diese "Neu"-Kunden machen sich das System zu Nutze und nehmen die Zinsen – aktuell bis zu 4 Prozent – über die garantierte Zeit mit. Die Laufzeit beträgt meist zwischen drei und sechs Monaten. Nach Ablauf der Werbezinsen ziehen sie ihr Geld sofort wieder ab. Anschließend legen sie es bei einem Anbieter mit ähnlichen Konditionen als Neukunde erneut kurzfristig an.

 

Kunden, die nicht so flexibel agieren möchten, sind häufig über die Marketingstrategien der Banken enttäuscht. Sie müssen sich nach Ablauf der Zinsgarantie mit Zinsniveaus im unteren oder bestenfalls mittleren Bereich begnügen. Eine Langzeitbindung auf Seiten der Banken kann so natürlich nicht entstehen, da die Kunden das Vertrauen verlieren. In der Wahrnehmung mancher Kunden leidet wahrscheinlich auch das Markenimage.

 

Wer sein Geld langfristig anlegen möchte, sollte sich daher nicht unbedingt für stark umworbene Aktionen entscheiden, die nur auf den ersten Blick lukrativ wirken. Es gibt für die meisten Anlagewünsche Finanzprodukte die nicht nur kurzfristig passable Renditen versprechen, sondern kontinuierlich stabile Zinsen abwerfen, die im Zeitverlauf solide Gewinne einbringen.

 

 

 

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