Tagesgeld: Schön flexibel bleiben

flexibel bleiben

Schön flexibel bleiben

04.04.2006

Absatz 1: Die Tagesgeldzinsen sind endlich wieder in Bewegung. Nachdem die Konditionen monatelang auf sehr niedrigem Niveau geblieben sind, können sich die Sparer, welche ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto angelegt haben, nun auf steigende Zinsen freuen.

Durch die aktuelle Zinssituation bietet die Anlageform Tagesgeld die besten Chancen. Das eventuelle Vorhaben der Europäischen Zentralbank die Leitzinsen zu erhöhen, die derzeit noch bei 1,5 Prozent liegen, verbessert die Aussichten zusätzlich.

 

 

Abwarten und flexibel bleiben

 

Doch wie nutzen Sie den Zinsanstieg richtig? Wer in langfristigen Zinsprodukten wie Bundesschatzbriefen gebunden ist, für den stellt sich die Frage gar nicht. Doch wer Tagesgeld hat, der überlegt schon, ob er jetzt nicht direkt zur nächsten Bank, die die Zinsen erhöht, wechselt. Oder ob er nicht sogar den Zinsschritt nutzt, um das kurzfristig angelegte Geld gleich in längerfristig noch höhere verzinste Papiere anzulegen. „Vor schnellem Aktionismus kann man Anleger nur warnen“, sagt Thomas Bieler, Leiter Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Abwarten und flexibel bleiben, lautet deshalb der erste Rat der Verbraucherschützer. Dabei ist es schon sehr einfach, schnell das Kreditinstitut zu wechseln und flugs ein neues Festgeldkonto aufzumachen. Denn bei der Tagesgeldanlage eröffnen die Kunden schnell über das Internet ein Tagesgeldkonto. Sie müssen dann lediglich einen Geldbetrag überweisen und die Zinsen fließen. Das Geld können sie auch jederzeit wieder abheben. Eine Kündigungsfrist gibt es nicht.

Die meisten attraktiven Anbieter von Tagesgeld sind Direktbanken, mit denen die Anleger über das Internet, per Telefon oder per Post kommunizieren. Schnelligkeit ist auch verlockend. Doch in Phasen steigender Zinsen sollten Anleger erst einmal abwarten, ob auch ihr Institut die Habenzinsen erhöht. In der Regel prescht ein Institut vor, und die anderen folgen sehr schnell. Die Hoffnung dieser Bank ist es, möglichst viele Kunden zum Wechseln zu bewegen. Doch meist sind jene Banken, die einmal schnell erhöhen, nicht jene, die dauerhaft hohe Zinsen bieten. Bei einer allgemeinen Zinserhöhung werden die Banken meist der Reihe nach die Habenzinsen erhöhen. Da lohnt es kaum den Aufwand, für ein paar Tage zu einem Institut gewechselt zu haben, dass ein paar Prozentpunkte mehr zahlt. Erst wenn die eigene Bank sich über mehrere Wochen oder Monate weigert, dem generellen Zinstrend zu folgen, sollten Anleger reagieren und sich nach einem anderen Institut umsehen, wo sie ihre Liquidität parken.

Doch fallen Sie nicht auf die ebenfalls sofort angebotenen höheren Festgeldofferten herein. Wer sich zu Beginn eines Zinserhöhungszyklus zu lange, etwa für drei, sechs oder gar zwölf Monate, festlegt, hat hinterher das Nachsehen. Denn wenn die Zinsen weiter steigen, kommt er aus seiner längerfristigen Anlage nicht ohne Zinsverlust wieder heraus.

 

Mit einem Tagesgeldkonto sichern Sie sich hohe Zinsen bei täglicher Verfügbarkeit.

 

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