Ob Skiunfall in den Schweizer Alpen oder Montezumas Rache in den Hochebenen Mexikos – Unfälle und Krankheiten machen auch vor einem All-Inclusive-Ferienresort nicht halt. Schmerz und Leid fern der Heimat werden jedoch erst richtig schlimm, wenn Sie feststellen, dass Sie im Urlaubsland ungenügend versichert sind. Das bedeutet, Sie müssen unter Umständen alle Kosten für Arztbehandlung, Medikamente, Rücktransport oder Operationen selbst übernehmen. Eine bleibende Urlaubserinnerung vor allem für Ihren Geldbeutel.
Das ist jedoch nicht das einzige Problem. In vielen Ländern zahlen deutsche Touristen oft nicht nur für Taxifahrten mehr als Einheimische. Auch Arztrechnungen fallen oft überraschend hoch aus. Wenn Sie sich vor solchen Überraschungen schützen möchten, sollten Sie eine zusätzliche Reisekrankenversicherung für gesetzlich Versicherte abschließen. Denn in Ländern außerhalb Europas müssen Sie ohne zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung alle Behandlungskosten selbst tragen. Aber auch in der EU oder in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen unterzeichnet hat, übernimmt die Krankenkasse nicht alle anfallenden Kosten. So zahlt eine private Auslandsreise-Krankenversicherung beispielsweise auch den Rücktransport, falls eine Operation nicht im Urlaubsland durchgeführt werden kann.
Die Karte für alle Fälle:
Wer ins europäische Ausland verreist, sollte für Notfälle unbedingt die europäische Krankenversicherungskarte, die seit Mitte 2004 den alten EU-Auslandskrankenschein ersetzt, mitnehmen. „Diese Karte zeigen deutsche Patienten dann direkt beim Arzt oder im Krankenhaus vor“, sagt Elisabeth Reker, Europa-Expertin beim AOK-Bundesverband. Doch auch in Europa kann es Probleme geben. Nämlich dann, wenn deutsche Patienten im Notfall von einem privaten Arzt oder in einer Privatklinik behandelt werden müssen. Dann wird die europäische Krankenversicherungskarte normalerweise nicht anerkannt. Und in solchen Fällen zahlt die Krankenkasse nur die Vertragssätze des Reiselandes, die weit niedriger sein können als die teuren Privattarife. Daher rät Versicherungs-Expertin Reker auch für Europareisen: „Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt am besten eine private Zusatzversicherung für Auslandsreisen ab.“ Dann ist man überall im Ausland Privatpatient und kann Arzt und Krankenhaus frei wählen.
Auch Privatversicherte profitieren
Im Gegensatz zu Kassenpatienten sind Privatpatienten weltweit krankenversichert. Trotzdem kann eine zusätzliche Reisekrankenversicherung auch für sie sinnvoll sein. Verrechnen sie nämlich im Ausland gezahlte Arztquittungen mit ihrer normalen Versicherung, ist die Beitragsrückerstattung in Gefahr. Seinen Anspruch behält ein Privatpatient aber, wenn die Kosten über die Reisekrankenversicherung gedeckt werden. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung kann für eine bestimmte Reise oder fürs ganze Jahr abgeschlossen werden. Und das Beste zum Schluss: Sie ist sogar sehr günstig! Reiseversicherungen fürs ganze Jahr sind bei FinanceScout24 bereits ab 4,56 Euro zu haben. Der Vorteil dieser Jahrespolice: Man kann spontan verreisen, ohne sich Gedanken über den Versicherungsschutz zu machen.