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Renovierungskredit

Zinsgünstig Renovierungsarbeiten finanzieren

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Kurz zusammengefasst: Wichtig beim Renovierungskredit

  • Zinsgünstig durch Zweckbindung
    Die konkrete Zweckbindung des Renovierungskredits führt in der Regel zu günstigeren Konditionen, als bei einem Ratenkredit mit freier Verwendung.
  • Material selber bestellen
    Es kann günstiger sein, wenn statt des Handwerkers Sie selber das benötigte Material im Internet bestellen. Dies senkt dann unter Umständen die Kredithöhe, und damit letztlich auch die Kosten.
  • Steuerlich absetzbare Ausgaben
    Die Arbeitskosten der Handwerker können steuerlich geltend gemacht werden. Leisten Sie daher keine Barzahlungen, sondern zahlen Sie auf Rechnung, um die notwendigen Belege zu haben.

Eine Immobilie, ob Haus oder Wohnung, gibt vielen Menschen das gute Gefühl, finanziell abgesichert zu sein – und das durchaus zu recht, denn ist die Immobilie erst einmal abbezahlt, sinken die monatlichen Kosten durch ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung erheblich.

Völlig ohne finanzielle Belastungen geht es aber auch mit der eigenen Immobilie nicht, denn mit der Zeit fallen Schönheitsreparaturen an, die je nach Umfang auch etwas teurer ausfallen können. Stehen solche Maßnahmen an, aber das benötigte Geld fehlt oder soll anderweitig verwendet werden, bietet sich ein Renovierungsdarlehen an.

Wir zeigen Ihnen, was Sie bei einem Kredit für die Renovierung beachten müssen, wodurch sich das Darlehen von anderen Krediten unterscheidet und welche Alternativen es gibt.

Was ist ein Renovierungskredit?

Ein Renovierungsdarlehen ist zunächst einmal ein ganz regulärer Ratenkredit. Das heißt, Sie als Kreditnehmer bekommen die gewünschte Kreditsumme ausgezahlt und müssen diese sowie die Zinsen mit der Zahlung von festen monatlichen Raten tilgen.

Im Gegensatz zum Konsumentenkredit wird der Renovierungskredit allerdings fast ausschließlich zweckgebunden erteilt, Sie dürfen also nicht frei über das ausgezahlte Geld verfügen, sondern müssen es tatsächlich für den im Kreditvertrag festgelegten Zweck verwenden. Wie spezifisch dieser Zweck festgelegt wird, ist von Bank zu Bank verschieden; in der Regel wird aber nur festgeschrieben, dass das Geld für Renovierungsarbeiten an einer bestimmten Immobilie verwendet werden muss.

Der Vorteil dieser Zweckbindung ist, dass die Banken sie mit einem niedrigeren Zinssatz belohnen – ein Renovierungsdarlehen ist also günstiger als ein regulärer Ratenkredit. Renovierungsdarlehen stehen grundsätzlich jedem offen, also auch beispielsweise Mietern, normalerweise wird aber nur ein Immobilienbesitzer bereit sein, ein Darlehen aufzunehmen, das der Renovierung einer Wohnung oder eines Hauses dient.

Unterschied zur Modernisierung

Das Renovierungsdarlehen ist übrigens vom Modernisierungskredit abzugrenzen, auch wenn diese Begriffe häufig synonym verwendet werden, da der Verwendungszweck bei beiden Kreditarten ähnlich ist. Bei einem Modernisierungskredit müssen allerdings in der Regel bauliche Veränderungen an der Immobilie vorgenommen werden, die eine Erhöhung des Immobilienwerts zur Folge haben. Beispiele hierfür wären etwa die energetische Sanierung eines Hauses oder der Anbau eines Wintergartens.

In § 555b BGB hat der Gesetzgeber geregelt, was als Modernisierungsmaßnahme anzusehen ist: Es handelt sich demnach um bauliche Maßnahmen, durch die Wasser, Primär- oder Endenergie nachhaltig eingespart, der Gebrauchswert der Immobilie nachhaltig erhöht oder neuer Wohnraum geschaffen wird. Zudem gelten Maßnahmen, die die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern, als Modernisierung.

Diese gesetzliche Definition ist aber vor allem für Mietverhältnisse von Bedeutung und nicht alle Banken nutzen sie bei der Kreditvergabe. Es ist also in bestimmten Fällen auch möglich, einen Kredit sowohl für Modernisierungs- als auch für Renovierungsmaßnahmen zu nutzen. Informieren Sie sich hier aber im Vorfeld genau bei der kreditgebenden Bank, um später Probleme zu vermeiden.

Der Ablauf beim Renovierungskredit

Bevor Sie sich Gedanken über Laufzeiten, Zinsen und Ähnliches machen, sollten Sie unbedingt Ihren Kapitalbedarf ermitteln – und zwar so genau wie möglich.

Wollen Sie ein ganzes Haus renovieren, sind die Kosten natürlich deutlich höher, als wenn Sie nur ein oder zwei Zimmer im Haus instand setzen möchten. Auch das Badezimmer zu renovieren, ist mit Kosten verbunden, die ohne weiteres im vier- oder sogar fünfstelligen Bereich liegen können.

Um am Ende nicht mit zu wenig – oder auch zu viel – Geld dazustehen, sollten Sie Angebote von Handwerkern einholen oder, falls Sie die Arbeiten selbst durchführen möchten, die Materialkosten exakt bestimmen.

Gut zu wissen: Prüfung durch die Bank

Nicht alle Kreditinstitute akzeptieren eine einfache, mündliche Begründung, wenn es um die Notwendigkeit einer Renovierung geht. Insbesondere bei höheren Kreditsummen prüfen manche Banken, ob eine Renovierung tatsächlich erforderlich ist und die angesetzten Kosten angemessen sind. Der Nachweis erfolgt meist durch Fotos oder eine Begehung der Räumlichkeiten sowie Kostenvoranschläge für Handwerksleistungen.

Im Anschluss sollten Sie verschiedene Kreditangebote prüfen. Hier kann Ihnen der Kreditrechner von FinanceScout24 weiterhelfen. Geben Sie einfach die gewünschte Kreditsumme ein und wählen Sie als Verwendungszweck „Modernisierung / Renovierung“.

Die Höhe der Kreditsumme ist zwar prinzipiell nach oben offen, die Banken bieten Renovierungsdarlehen allerdings üblicherweise maximal bis 50.000 oder 75.000 Euro an. Die Mindestsumme liegt in der Regel bei 1.000 Euro. Beachten Sie bei der Kreditsumme auch, dass die meisten Banken ab einer gewissen Höhe Sicherheiten – etwa in Form einer Grundschuld – verlangen. Bis 10.000 Euro werden Renovierungskredite aber normalerweise unbesichert erteilt.

Dass sich ein Vergleich der Angebote lohnt, werden Sie schnell anhand der Zinsen erkennen, die für die einzelnen Angebote verlangt werden.

Niedrige Zinsen verhandeln

Günstige Kredite erhalten Sie derzeit – dank des allgemein niedrigen Zinsniveaus – bereits ab 2,75 bis 3,00 Prozent, manche Kreditinstitute bieten aber auch Renovierungsdarlehen zu 8,00 bis 10,99 Prozent an.

Wie hoch die Zinsen für Ihren Kredit genau ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Ihrer Bonität
  • Der Kreditsumme
  • Möglichen Sicherheiten
  • Der Laufzeit

Die Laufzeit kann in der Regel zwischen 12 und 120 Monaten liegen, üblich sind hier aber 24 bis 84 Monate, je nach Höhe des Kredits. In Ausnahmefällen sind auch noch längere oder kürzere Laufzeiten möglich, diese müssen aber speziell mit der Bank ausgehandelt werden und zudem nachvollziehbar begründet sein.

Bearbeitungsgebühren für private Kredite – zu denen auch der Renovierungskredit gehört – wurden 2014 in einem wegweisenden Urteil des BGH für unzulässig erklärt. Inzwischen haben sich die Banken auf dieses Urteil eingestellt und verlangen bei Renovierungsdarlehen keine weiteren Gebühren mehr. Haben Sie allerdings bereits einen Kreditvertrag abgeschlossen, bei dem Kreditbearbeitungsgebühren angefallen sind, können Sie diese Gebühren von der Bank zurückfordern. Dies ist jedoch nur noch bei Verträgen möglich, die nach 2011 zustande gekommen sind, ältere Ansprüche sind zum 31.12.2014 verjährt.

Tipp: Kosten bei der Renovierung sparen

Wollen Sie Ihr Haus, einige Zimmer oder auch das Bad renovieren und die Kosten dabei möglichst niedrig halten, stehen Ihnen hier verschiedene Möglichkeiten offen:

  • Selber Hand anlegen
    Die einfachste Möglichkeit, Kosten zu sparen, ist es natürlich, Arbeiten selbst auszuführen. So entfallen die Kosten für den Handwerker, die bei vielen Renovierungsmaßnahmen den Großteil der Gesamtkosten ausmachen. Die Renovierung in Eigenregie bietet sich allerdings nicht für alle Arbeiten an, insbesondere Arbeiten im Bad sollten Sie in der Regel besser dem Fachmann überlassen.
  • Materialien selber beschaffen
    Wollen Sie einen Handwerker beauftragen, holen Sie unbedingt mehrere Angebote ein und vergleichen Sie diese. Zudem ist es meist günstiger, das benötigte Material selbst über das Internet zu bestellen, als es vom Handwerker besorgen zu lassen. Vereinbaren Sie das am besten schon beim ersten Beratungsgespräch und lassen Sie sich im Anschluss eine Liste aller erforderlichen Materialien erstellen.
  • Für die Steuererklärung nutzen
    Vergessen Sie nicht, die Arbeitskosten von Handwerkern in der nächsten Steuererklärung geltend zu machen! Achten Sie daher darauf, dass der Arbeitslohn separat auf der Rechnung ausgewiesen ist.

Die Verwendung des Renovierungsdarlehens

Da der Renovierungskredit normalerweise zweckgebunden ist, darf er auch nur für Renovierungsarbeiten verwendet werden. Was aber genau gilt als Renovierungsarbeiten? Grob gesagt handelt es sich um Maßnahmen, die dem Werterhalt einer Immobilie dienen. Hierzu zählen allgemein:

  • Schönheitsreparaturen wie das Tapezieren oder Streichen von Wänden
  • Die Verlegung neuer Böden und der Austausch von Zimmertüren
  • Der Austausch von Sanitäreinrichtungen und die Erneuerung der Fliesen im Bad

Der Austausch der Küche zählt hingegen nicht als Renovierung, da die Küchenmöbel nicht fester Bestandteil der Wohnung oder des Hauses sind. Ob der Austausch von Außentüren und Fenstern als Renovierung oder als Modernisierung gilt, hängt maßgeblich von der Einschätzung der Bank ab. Da es sich hier allerdings um eine größere bauliche Maßnahme handelt, die meist mit einer energetischen Sanierung einhergeht, zählt sie gemeinhin eher als Modernisierung. Der Nachweis über die zweckgemäße Verwendung der Kreditsumme wird in der Regel durch das Einreichen der Handwerkerrechnungen oder Einkaufsbelege erbracht.

Fördermittel bei Renovierungsmaßnahmen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert neben dem Bau von Immobilien auch die energetische Sanierung und altersgerechte Modernisierung von Eigenheimen. Reine Renovierungsmaßnahmen sind allerdings von der KfW-Förderung ausgeschlossen. In einigen Bundesländern werden jedoch vom Land oder von bestimmten Kommunen zinsgünstige Renovierungskredite angeboten, zudem gibt es in einigen Regionen Zuschüsse für Renovierungsarbeiten.

Alternativen zum Renovierungskredit

Haben Sie sich dazu entschieden, Renovierungsmaßnahmen durchzuführen, lohnt es sich durchaus auch, über Alternativen zum Renovierungsdarlehen nachzudenken. Häufig ist es bei Handwerksleistungen möglich, die Kosten per Ratenzahlung über einen gewissen Zeitraum zu begleichen. Da die Handwerker allerdings auf die Einnahmen angewiesen sind, um den Geschäftsbetrieb am Laufen zu halten, sind nur die wenigsten dazu bereit, eine Ratenzahlung zu vereinbaren, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinausgeht.

Zudem sollten Sie das Angebot des Handwerkers natürlich sorgfältig mit dem der Bank vergleichen. Da Handwerker in der Regel keinen Zinssatz festlegen, sondern feste monatliche Beträge verlangen, eignen sich die Gesamtkosten am besten für einen Vergleich. Rechnen Sie einfach alle Ratenzahlungen zusammen und stellen Sie das Ergebnis den Gesamtkreditkosten gegenüber, die Sie im Angebot der Bank finden.

Eine weitere Alternative – insbesondere, wenn Sie die Arbeiten selbst ausführen wollen – ist die Finanzierung der Materialkosten über einen Baumarkt. Da der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Anbietern sehr groß ist, bieten viele Baumärkte eine Null-Prozent-Finanzierung an. Das bedeutet, Sie zahlen lediglich den regulären Kaufpreis in Raten ab, Mehrkosten entstehen Ihnen hierdurch nicht.

Diese Variante ist natürlich in jedem Fall günstiger als ein Kredit bei der Bank und ist daher auch dann noch sinnvoll, wenn Handwerkerarbeiten anstehen. Finanzieren Sie nämlich nur die Arbeitskosten über einen Renovierungskredit und das Material über das Angebot des Baumarkts, sparen Sie sich für einen Gutteil der Kosten die Zinszahlungen. Allerdings sollten Sie sicherstellen, dass zum Ende der Finanzierung keine Restschuld übrig bleibt.

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