Die Vergabe von Krediten und Darlehen erfolgt zu bestimmten Rahmenbedingungen. Diese Rahmenbedingungen werden auch als Darlehenskonditionen bezeichnet.
Zu ihnen zählen unter anderem der Nominalzinssatz, der Effektiv-Zinssatz, Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren, der Tilgungssatz und die Laufzeit. Anhand dieser Darlehenskonditionen können Kreditantragsteller Kredite und Darlehen von verschiedenen Anbietern miteinander vergleichen. Besonders einfach und schnell geht das im Internet. Hier bieten zahlreiche Websites Vergleichsrechner für Darlehen jeder Art an.
Die Darlehenskonditionen werden von den Banken unterschiedlich kalkuliert und von verschiedenen Faktoren bestimmt. Besonders günstig sind die Darlehenskonditionen bei Direktbanken. Durch die Beantragung im Internet und die schnelle Zusage sparen diese Banken bei den Personal- und Verwaltungskosten. Dadurch sind die Zinsen bei den Kredit- und Darlehensangeboten von Direktbanken attraktiver als bei Filialbanken.
Die Höhe des Darlehenszinssatzes ist aber auch von der persönlichen Bonität des Antragsstellers abhängig. Kunden mit guter Bonität erhalten günstigere Zinsen, während Kunden mit schlechter Bonität meist einen Zinsaufschlag zahlen müssen.
Die Darlehenskonditionen werden auch durch die Laufzeit, also die Dauer der Rückzahlung beeinflusst. Kurzfristige Darlehen, die innerhalb von zwei bis drei Jahren zurückgezahlt werden, gibt es mit niedrigeren Zinsen, als länger laufende Darlehen. Die Zinsen sind entscheidend für die Berechnung der monatlichen Kreditrate. Daneben können Gebühren den Kredit jedoch teurer machen.
Viele Banken erheben eine Bearbeitungsgebühr. Bei klassischen Ratenkrediten liegt diese meist zwischen 1 und 3 Prozent, berechnet auf die Kreditsumme. Bei Baudarlehen kann die Bearbeitungsgebühr pauschal festgelegt werden. Da die Gebühren nicht gesetzlich geregelt sind, ist ein Verhandeln mit der Bank möglich. Bei größeren Krediten, die nicht in einer Summe zur Auszahlung kommen, ist es durchaus üblich, Bereitstellungszinsen zu erheben. Über einen Zeitraum von 6 bis 9 Monaten ist die Auszahlung zinsfrei, danach können Bereitstellungszinsen auf den noch nicht ausgezahlten Betrag anfallen. Generell umfassen die Darlehenskonditionen mehr als nur den Zinssatz. Daher ist ein Vergleich aller anfallenden Gebühren und Zinsen vor dem Vertragsabschluss immer empfehlenswert. Durch Verhandlungen mit der Bank können bei den Zinsen, aber auch bei den Gebühren bessere Konditionen erzielt werden. Interessant sind auch Sonderaktionen, bei denen die Banken beispielsweise auf die Bearbeitungsgebühr verzichten."