Bei der Berechnung des Eigenkapitals im Zusammenhang mit einer Baufinanzierungspielen die Eigenleistungenoft eine nicht unerhebliche Rolle. Zur Minderung der finanziellen Belastungbeim Bauvorhaben entschließen sich viele der zukünftigen Bauherren entsprechende Eigenleistungenzu erbringen, die auch als „Muskelhypothek“ bezeichnete Eigenleistung ist eine sehr beliebte aber auch anstrengende Möglichkeit, die Kosten für den Bau des eigenen Hauses zu vermindern. Dabei sind unter Eigenleistungenauch die Leistungen zu verstehen, die von Angehörigen, Freunden, Nachbarn oder Arbeitskollegen erbracht werden, um die Kosten zu senken. Kreditgeber erkennen diese Leistungen in der Regel bei der Berechnung der Finanzierung als Eigenkapitalanteil. Allerdings setzen die Eigenleistungenin dieser Form einiges handwerkliches Geschick und viel freie Zeit voraus. Um zu wissen, wie hoch die Eigenleistungensein können, die in Eigenregie erbracht werden können, müssen die gesamten Baukostenbekannt sein. Anhand des Baukostenplanes kann ermittelt werden, welche der notwendigen Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden können und wie viel Geldsich auf diese Art und Weise einsparen lässt. Meist entsteht die Hälfte der Baukostenbeim Rohbau für Erd-, Mauer- und Betonarbeiten sowie für Arbeiten des Zimmerers und des Dachdeckers. Gerade bei diesen Gewerken ist auch der Lohnkostenanteil eine beachtliche Größe, sodass sich Eigenleistungenhier gut bemerkbar machen. Doch verlangen viele der Arbeiten auch entsprechendes fachliches Wissen und Können. Deshalb ist immer abzuwägen, welche Eigenleistungensinnvoll sind. Insbesondere bei den Gewerken, wenn es um den Ausbau geht, kann durch den Bauherren einiges in Eigenleitung erbracht werden. Doch sollte der Bauherrsich nicht überschätzen, denn sonst fehlt das Geld, um die Fremdleistung zu bezahlen. Zu den gängigsten Eigenleistungenim Zusammenhang mit dem Bau eines Eigenheimes zählen das Verlegen von Bodenbelägen, das Fliesenlegen und die Malerarbeiten. Wichtig ist, dass beachtet wird, dass entsprechender Versicherungsschutz abgeschlossen werden muss, sowohl für den Bauherrn als auch für die freiwilligen Helfer. Bei der Berechnung der Höhe der Eigenleistungen, die dann in das Eigenkapitalmit einfließen, akzeptieren die Banken in der Regel Eigenleistungenin Höhe bis zu maximal 15 Prozent der Baukosten. Zusammen mit dem Eigenkapitalsollten dann insgesamt möglichst 25 Prozent der Anschaffungskostengedeckt sein.