Eigenvorsorge wird immer wichtiger. Die Leistungen der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherungen werden immer weiter gekürzt, und die Versorgungslücke wird dadurch zunehmend größer.Gegenwärtig erhalten Rentner noch knapp 70 Prozent ihres letzten Nettolohnes, aber im Jahr 2030 werden es schätzungsweise nur noch 58 Prozent sein. Durchschnittlich hat ein Rentner derzeit etwas unter 1000,00 Euro zur Verfügung; in zwanzig Jahren werden es nur noch etwa 600,00 sein.Frauen sind finanziell meist noch schlechter gestellt, da sie immer noch niedrigere Löhne erhalten als Männer, und sie durch Erziehungszeiten weniger lang in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Gerade für sie ist Eigenvorsorge besonders wichtig.Es ist aufschlussreich, sich auf einer Finanzseite im Internet einmal ausrechnen zu lassen, wie viel die zu erwartende Rente überhaupt noch wert sein wird, wenn man eine jährliche Inflation von zwei oder drei Prozent zu Grunde legt.Eigenvorsorge kann man auf verschiedene Art betreiben. Viele Menschen erwerben sich im Laufe ihres Arbeitslebens Wohneigentum, so dass sie im Ruhestand keine Miete mehr zu zahlen brauchen. Beliebt sind auch private Rentenversicherungen, die die gesetzliche Rente ergänzen und damit einen Teil der zu erwartenden Versorgungslücke schließen. Angestellten bieten die staatlich geförderten Riester-Rentenversicherungen eine optimale Möglichkeit, Eigenvorsorge für das Alter zu treffen. Je mehr Kinder jemand hat, desto mehr profitiert er von dieser Form der betrieblichen Altersversorgung. Nicht nur bei der Rente, sondern auch bei der Gesundheitsversorgung sind die Bürger dazu aufgefordert, für zusätzliche Leistungen immer stärker privat vorzusorgen. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung kann bspw. die Zuzahlung bei zahnärztlichen Behandlungen erhöht oder der Anspruch auf ein Einzel- oder Zweibettzimmer sowie Chefarztbehandlungen bei einem Klinikaufenthalt erlangt werden.