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Grundschulddarlehen

Unter einem Grundschulddarlehen versteht man ein Darlehen, welches durch Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch abgesichert wird. Diese Grundschuld sichert der Bank das Recht, im Fall der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers das Haus ggf. im Rahmen einer Zwangsvollstreckung zu veräußern. Mit diesem Geld wird dann das Darlehen zurückgezahlt.

Grundschulddarlehen wurden noch vor einigen Jahren vornehmlich im Bereich der Baufinanzierung eingesetzt. Die Darlehen waren daher auch zweckgebunden, denn mit dem Geld der Bank sollten Baumaßnahmen an einem bestehenden Objekt bzw. ein Neubau finanziert werden. Diese Maßnahmen erhöhten somit den Wert des Hauses und daher auch den Wert der Grundschuld. Bauherren mussten der Bank daher auch immer durch Rechnungen belegen, welche Maßnahmen im Einzelnen durchgeführt wurden.

Heute werden Grundschulddarlehen von den Banken auch ohne einen bestimmten Zweck vergeben, die Absicherung erfolgt nach wie vor durch Eintragung der Grundschuld. In den meisten Fällen werden Grundschulddarlehen als Annuitätendarlehen vergeben. Diese zeichnen sich durch eine fest vereinbarte Zeit der Zinsbindung sowie durch eine gleich bleibende Rate aus. Die Zinsbindung wird in der Regel auf 5-15 Jahre vereinbart. Sofern das Darlehen nach dieser Zeit noch nicht vollständig getilgt ist, muss der Kreditnehmer mit der Bank erneut in Verhandlungen über Zinssatz und Zinsbindungszeit treten. Die Rate des Annuitätendarlehens wird Annuität bezeichnet und enthält Zins- und Tilgungsleistungen. Wie hoch die monatliche Belastung aus einem Grundschulddarlehen ist, kann man einfach und schnell über Onlinerechner im Internet errechnen.

Die Konditionen für Grundschulddarlehen sind zudem deutlich geringer als die anderer Darlehen (Bsp. Ratenkredite), denn die Sicherheit der Bank ist durch die Grundschuld sehr hoch. Die Höhe des Zinssatzes im Einzelnen richtet sich nach der Höhe des Darlehens im Verhältnis zum Wert des Hauses und somit zum Wert der Grundschuld. Fragt man die Konditionen der Kreditanbieter im Internet ab, findet man zumeist nur die Zinssätze für Darlehen im 60%igen Beleihungswert. Diese bedeutet, dass der Kredit nicht höher als 60% des Objektwertes betragen darf. Da die Bank bei diesen Darlehen nahezu kein Risiko eingeht, ist auch der Zins sehr gering. Auf der anderen Seite werden die Banken Zinsaufschläge berechnen, wenn Darlehen zu 80% oder gar 100% des Beleihungswertes vergeben werden, denn ihr Risiko steigt. Detaillierte Informationen erhält man durch Einreichung der Unterlagen bei der Bank oder einem Finanzierungsberater.

 

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