Unter dem Begriff „Unbanked“ werden im Deutschen vor allem umgangssprachlich alle Privatpersonen und Unternehmen genannt, die kein Konto bei einer Bank haben. Zweierlei Gründe können dafür ausschlaggebend sein: eine freiwillige Entscheidung oder die Ablehnung durch Kreditinstitute. Aus eigenem Antrieb hat sich nur ein sehr geringer Anteil gegen ein Konto entschieden, etwa wer ausschließlich Zahlungsformen über das Internet nützen will oder Vorbehalte gegenüber Banken hegt. Eigentlich ist der Zahlungsverkehr ohne Konto fast unmöglich, der Bezug von Arbeitslosengeld muss dann etwa über Schecks bei der Postbank abgewickelt werden. So sind die meisten der „Unbanked“ auch eher unfreiwillig in dieser Situation, weil sie nach Kartenmissbrauch, Pfändungen, Schulden oder Insolvenz bei keiner Bank mehr ein Konto eröffnen dürfen. Laut einem Bericht der Sparkassen Finanzgruppe aus dem Jahr 2000 sind in Deutschland durch die besondere Bankenstruktur weitaus weniger Menschen auf diese Weise aus dem Finanzmarkt ausgeschlossen als etwa in den USA oder Großbritannien.