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Die 10 unglaublichsten und größten Bankraube

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Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 23.08.2016

Immer wieder machen spektakuläre Raubüberfälle die Schlagzeilen. Kriminelle kommen auf die perfidesten und kuriosesten Ideen, um an ihre Beute zu gelangen. Hier sind die zehn unglaublichsten Bankraube:

Inhaltsverzeichnis

    Die Opa-Bande

    Die Opa-Bande

    Ihre Rente aufbessern wollten drei rüstige Rentner, die 16 Jahre im Märkischen Kreis auf Beutezug waren und dabei rund 1,3 Millionen Euro erbeuteten. Insgesamt haben die drei Senioren im Alter von 64, 73 und 74 Jahren 14 Banken ausgeraubt – und waren dabei keineswegs die nette Opas von nebenan.

    Teils hatten sie zuvor schon mehrere Jahre im Gefängnis gesessen und hofften nun, sich durch Bankraube einen angenehmen Ruhestand ermöglichen zu können.

    Nicht selten hatten die alternden Kriminellen mit körperlichen Gebrechen zu kämpfen: Bei einem Überfall rutschte einer von ihnen auf einer vereisten Fläche aus und musste in das Fluchtauto gezerrt werden. Die schwachen Blasen, die zu ständigen Pinkelpausen führten, waren wohl ebenfalls sehr lästig, wie einer der Räuber bei den Vernehmungen verlauten ließ.

    Keine leichte Beute

    Keine leichte Beute

    Knapp 200.000 Dollar erbeutete ein Mann aus dem US-Bundestaat Alabama im März 2016, indem er sich Zutritt zur Zentralbank Federal Reserve verschaffte und dort das Geld aus dem Lager stahl. Ein ganz gewöhnlicher Bankraub also – wenn der Täter nicht den gesamten Betrag in Vierteldollarmünzen gestohlen hätte.

    Von leichter Beute kann hier keine Rede sein, denn die Münzen wogen insgesamt rund viereinhalb Tonnen. Wie der Täter diesen Geldberg abtransportieren konnte, ist noch nicht bekannt – und ob er nun wie Dagobert Duck im Geld schwimmt, ebenfalls nicht.

    In jedem Fall muss er aber mit bis zu 10 Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar rechnen.

    Ahnungsloser Komplize

    Ahnungsloser Komplize

    Eigentlich wollte der US-Amerikaner Luke Weinert einer alten Dame nur einen netten Gefallen tun – und landete dann fast selbst im Gefängnis. Die 70-Jährige, die eine Wohnung bei der Mutter Weinerts gemietet hatte, wurde von dem jungen Mann zur Bank gebracht.

    Nichtsahnend möchte er sie nach dem Bankbesuch nach Hause bringen, als er von zwei Polizisten angehalten und mit vorgehaltener Pistole zum Aussteigen gezwungen wird. „Oh nein!“ ist die kurzgehaltene Reaktion der Seniorin, die kurz zuvor noch am Bankschalter mit einer Waffe gedroht hatte und einen unbekannten Geldbetrag gefordert hatte.

    Der Mittäterschaft beschuldigt, musste sich der ahnungslose Weinert einer einstündigen Vernehmung stellen und die Polizei von seiner Unschuld überzeugen.

    Vom Erdboden verschluckt

    Vom Erdboden verschluckt

    Hollywoodreif war der eine Bankraub, der 2013 in ganz Deutschland für Schlagzeilen sorgte. In Berlin-Steglitz mieteten die Täter mit falschen Papieren eine Tiefgarage, um von dort einen rund 45 Meter langen und 1,5 Meter hohen Tunnel zur benachbarten Bankfiliale zu graben.

    Über Monate hinweg bemerkte niemand den Bau und so konnten die Täter in aller Seelenruhe die Schließfächer der Bank ausräumen.

    Rund 10 Millionen Euro soll die Beute wert sein, mit der die immer noch unbekannten Täter unbemerkt verschwanden – wie vom Erdboden verschluckt.

    Berühmte Vorbilder

    Berühmte Vorbilder

    Neu ist die Idee mit dem Tunnel natürlich nicht. Franz und Erich Sass, die wohl berühmtesten Bankräuber der 1920er Jahre, hatten eine ganz ähnliche Idee, als sie 1929 in die Disconto-Gesellschaft am Berliner Wittenbergplatz einbrachen.

    Statt einer Tiefgarage diente hier der Keller des Nachbarhauses als Start für einen Tunnel, der in wochenlanger Arbeit erbaut wurde und die Ganoven in den Tresorraum führte. Wie viel die Brüder erbeutet haben, konnte nie geklärt werden.

    Präzision, Ortskenntnisse und eine intelligente Durchführung und Planung sorgten dafür, dass den als Gentleman-Ganoven bekannten Brüdern trotz Verdacht zunächst nichts nachgewiesen werden konnte. 

    Ganove mit Anstand

    Höflichkeit ist wohl keine Tugend, die einem Bankräuber zuzuschreiben wäre. Doch Harald Zirngibl weiß sich zu benehmen. So war der als Besenstielräuber bekannt gewordene Bankräuber stets höflich zu den Bankangestellten – auch wenn er sie oftmals einsperrte und die Tür mit einem Besenstiel verschloss.

    Dennoch habe er immer „bitte“ und „danke“ gesagt, wie er selbst betonte. Zwischen 1992 und 1998 raubte er so insgesamt 16 Banken aus und erbeutete dabei rund 4,6 Millionen DM.

    Im Februar 2016 geriet Zirngibl wieder in die Schlagzeilen, weil er den FC Bayern München um eine Million Schweizer Franken und Diamanten erpresste. Sein Leben als Bankräuber können Sie übrigens in seiner Biografie „Gespräche mit einem echten Bankräuber“ nachlesen.

    Der große Coup

    Der große Coup

    Im Mai 2000 erhofften sich Täter bei einem Einbruch in eine nordrhein-westfälische Bank große Beute. Nur stellte sie das Aufbrechen des Tresors vor eine so große Hürde, dass sie erfolglos aufgaben und die Flucht antraten.

    Bei der Flucht konnten sie dann doch noch einen Geldschein abgreifen: Einen uralten Fünf-D-Mark-Schein, der als Muster im Schalterraum aufgehängt war.

    Bankraub auf Befehl

    Bankraub auf Befehl

    Als einer der größten Bankraube aller Zeiten gilt die eine Milliarde Dollar in bar, die Saddam Hussein am Vorabend der Bombardierung seines Landes am 18. März 2003 erbeutete.

    Er schickte seinen Sohn mit einer Vollmacht zur Bank, wo dieser mit Helfern die unzähligen Geldpakete auf einen Lastwagen hievte und anschließend zum Präsidentenpalast transportierte. Eigentlich war dieser Raub vielmehr die größte Bargeldabhebung, da Saddam die Zentralbank sowieso als sein persönliches Eigentum betrachtete.

    Viel anstellen konnte er mit dem Geld allerdings nicht, da er wenig später hingerichtet wurde. 650 Millionen Dollar wurden in den Wänden des Palastes gefunden. Wo die restlichen 350 Millionen Dollar sind, bleibt bis heute ungeklärt.

    Digitaler Bankraub

    Ernsthafte Konkurrenz bekommt Saddam Hussein durch ein Syndikat aus chinesischen, russischen und europäischen Hackern, die in einem Zeitraum von zwei Jahren bis zu eine Milliarde US-Dollar ergaunert haben. Waffen und Masken waren dafür nicht nötig, denn die Bankraube wurden alle über das Internet abgewickelt.

    In insgesamt 30 Ländern brachten die Cyberkriminellen Bankautomaten dazu, Geld auf Befehl auszuzahlen. Dieses wurde von fremden Konten auf die eigenen überwiesen, indem zuvor über einen Email-Anhang die Computer der Bankmitarbeiter mit einem Schadprogramm infiziert wurden.

    Mit diesem konnten die Täter alle Tätigkeiten nachverfolgen und das Geld auf ihre eigenen Konten transferieren.

    Fataler Schreibfehler

    Fataler Schreibfehler

    Es hätte im März 2016 einer der größten Bankraube der Geschichte werden können, wenn den unbekannten Tätern nicht ein peinlicher Schreibfehler unterlaufen wäre. Die Hacker nutzten eine Sicherheitslücke in der Zentralbank von Bangladesch, um auf Konten der US-Bundesbank New York zugreifen zu können.

    So konnten sie Geld auf Konten auf den Philippinen und Sri Lanka überweisen – bis bei der fünften Überweisung ein Schreibfehler auftauchte. Die angebliche „Shalika Fandation“ fiel den Bankern ins Auge, denn das englische Wort für Stiftung wird „Foundation“ geschrieben.

    Überweisungen in Höhe von 850 Millionen US-Dollar standen zu diesem Zeitpunkt noch offen und wurden daraufhin storniert. Ganz arm sind die Täter trotzdem nicht: Die ersten vier erfolgreichen Überweisungen brachten ihnen immerhin 81 Millionen Dollar ein. Von dem Geld und den Tätern fehlt bisher jede Spur. 

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