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5 Fehler beim Auto-Leasing, die richtig ins Geld gehen

Magazin

Autor: FinanceScout24 - Zuletzt aktualisiert am 23.08.2016

Den schicken Neuwagen fahren, ihn aber nicht auf einen Schlag bezahlen müssen: Leasing ist verlockend! Damit aus dem Traum(auto) kein Albtraum wird, sollten Sie diese Fehler unbedingt vermeiden.

Inhaltsverzeichnis

    Die Gesamtkosten nicht kennen

    Die Gesamtkosten nicht kennen

    Die Leasing-Raten für Ihren Wunschwagen erscheinen Ihnen verdächtig niedrig? Dann sollten Sie unbedingt genauer hinschauen, denn die Gesamtkosten setzen sich aus der monatlichen Miete plus einer einmaligen Sonderzahlung zusammen. Ist die Rate verlockend günstig, ist die Sonderzahlung oft horrend hoch.

    Zu lange Vertragslaufzeiten wählen

    Zu lange Vertragslaufzeiten wählen

    Bei all dem Kleingedruckten, das so ein Leasingvertrag enthält, sollten Sie auf die Vertragslaufzeit ein besonderes Augenmerk haben. Denn: Diese ist in der Regel fix festgelegt, ein vorzeitiges Kündigen ist nicht möglich. Wann eine lange Laufzeit für Sie zum Problem werden kann? Wenn sich Ihre Lebensumstände ändern. Zum Beispiel, wenn statt dem luxuriösen Zweisitzer-Cabrio plötzlich ein Familien-Van von Nöten wird...

    Falls Sie auf Nummer sicher gehen wollen, achten Sie deshalb auf einen überschaubaren Vertragszeitraum – oder darauf, dass man Ihnen ein Sonderkündigungsrecht einräumt.

    Achtung:Selbsterklärte Zahlungspause keine Lösung

    Die Leasingraten einfach nicht mehr zu bezahlen, ist in diesem Fall auch keine Lösung: Wer nicht überweist, dem drohen schon nach wenigen Monaten die Kündigung und Schadensersatzansprüche des Leasing-Gebers.

    Ihr Nutzungsverhalten nicht kennen

    Ihr Nutzungsverhalten nicht kennen

    Sie können ungefähr einschätzen, wie viele Kilometer Sie mit Ihrem geleasten Auto fahren werden? Dann sollten Sie darauf achten, dass Ihr Leasing-Vertrag eine Kilometerklausel enthält. Das bedeutet: Die voraussichtliche Gesamtkilometerzahl steht Schwarz auf Weiß niedergeschrieben. Und auch die Kosten für Mehrkilometer oder die Erstattung für weniger gefahrene Kilometer ist genau festgelegt. So gibt es keine bösen Überraschungen beim Zurückgeben des Wagens.

    Die andere, weniger übliche Möglichkeit: Restwert-Leasing. Dabei wird vorab festgelegt, wie viel das Auto nach dem Ende der Vertragslaufzeit noch wert sein soll. Haben Sie es so stark beansprucht, dass es diesen Wert nicht mehr hat, müssen Sie die Differenz bezahlen. Sie übernehmen also das komplette Risiko beim Weiterverkauf: Ist niemand bereit, den kalkulierten Preis zu bezahlen, sind Sie am Ende der Dumme.

    Diese Variante ist also mit Vorsicht zu genießen und nur etwas für Sie, wenn Sie überhaupt nicht wissen, wie viele Kilometer der Zähler am Ende anzeigen wird.

    Bei der Versicherung sparen

    Bei der Versicherung sparen

    In der Regel sind Sie selbst für die Versicherung Ihres geleasten Fahrzeuges zuständig. Und das ist auch gut so: Für die Rundum-Sorglos-Pakete inklusive Versicherung, die manche Leasing-Geber anbieten, zahlt man oft kräftig drauf. Falls Ihre Leasing-Gesellschaft eines dieser Packages anbietet, vergleichen Sie auf jeden Fall vorher mit anderen Versicherungen, bevor Sie dieses dazubuchen.

    Die Kfz-Versicherung ist in Deutschland sowieso Pflicht. Doch diese reicht nicht aus. Auch in eine Kasko-Versicherung, am besten Vollkasko, müssen Sie investieren. Hat Ihr teurer Traumwagen einen Totalschaden, müssen Sie ansonsten tief in die Tasche greifen.

    Sich bei der Rückgabe überrumpeln lassen

    Sich bei der Rückgabe überrumpeln lassen

    Dass das Beste zum Schluss kommt, kann man beim Leasing nur selten behaupten: In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gerichtlichen Streitigkeiten sprunghaft angestiegen. Damit für Sie nach Vertragsende nicht das böse Erwachen kommt, sollten Sie wissen: Geben Sie das geleaste Fahrzeug zurück, darf es nur eine vertragsgemäße Abnutzung aufweisen – dazu zählen meist auch kleinere Beulen oder Kratzer.

    Werden vom Leasing-Geber größere Mängel beanstandet und dann auch repariert, wird es für Sie richtig teuer. Um sich davor zu schützen, können Sie schon vorher etwas tun: Natürlich alle Kundendienste einhalten und kleinere Schäden vorab selbst in einer freien Werkstadt reparieren lassen. Entspannter in den Rückgabetermin können Sie gehen, wenn Sie das Auto im Vorfeld einem Sachverständigen gezeigt haben, der Ihnen klipp und klar – und vor allem unabhängig – sagt, in welchen Zustand es sich befindet.

    Bevor Sie das Auto abliefern, fotografieren Sie alle Punkte, die später Diskussionen geben könnten, ab – auch im Innenraum. Wenn Sie ein Lineal ins Bild halten, können Sie später die Größe der Beschädigung zweifelsfrei beweisen.

    Übergeben Sie den Wagen, sollte ein neutraler Zeuge dabei sein. Wenn Schäden beanstandet werden, müssen diese im Rücknahmeprotokoll aufgenommen werden. Sind Sie mit bestimmten Mängeln oder Kosten nicht einverstanden, muss auch das ins Protokoll. Unterschreiben Sie dieses Schriftstück niemals an Ort und Stelle, sondern lassen Sie es sich mit nach Hause geben, um es dort zu prüfen. Ein seriöser Leasing-Händler wird Ihnen das nicht verweigern und Sie auch nicht unter Zeitdruck setzen.

    Gut zu wissen:Nachzahlungsanpruch und Mehrwertsteuer

    Sollten Sie einen Nachzahlungsanspruch der Leasing-Bank akzeptieren, darf sie Ihnen darauf keine Mehrwertsteuer in Rechnung stellen.

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