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Umfrage: Ärger über Niedrigzinsen – die Mehrheit der Deutschen mit Zinspolitik unzufrieden

München, 11. November 2015 – Seit die Notenbanken weltweit eine Politik des billigen Geldes verfolgen, leiden vor allem Sparer unter immer weiter sinkenden Zinsen – eine Wende ist nicht abzusehen: Die Bundesregierung diskutiert gerade die Abschaffung des Garantiezinses bei Lebensversicherungen und auf Sparbuch, Tagesgeld und Co. gibt es nur noch Niedrigzinsen von maximal einem Prozent. Doch die Deutschen legen ihr Geld weiterhin extrem konservativ an, wie FinanceScout24 in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden hat.
  • Jeder zweite Deutsche gibt der EZB die Schuld an den aktuellen Niedrigzinsen.
  • Sparbuch trotz negativem Realzins weiterhin beliebteste Geldanlage.

Deutsche setzen weiter auf Sicherheit bei der Geldanlage

So hat fast die Hälfte der Deutschen ein Sparbuch, 37 Prozent ein Tagesgeldkonto und 23 Prozent legen in Festgeld an. Trotz der anhaltenden Zinsmisere gehen die Wenigsten bei ihrer Kapitalanlage ein höheres Risiko ein. Nur jeder Zehnte investiert verstärkt in risikoreichere Geldanlagen (11 Prozent) und lediglich jeweils 16 Prozent der Befragten besitzt bereits Aktien oder Investmentfonds. Auffallend ist: Männer nehmen deutlich mehr Risiko in Kauf als Frauen. Und fast ein Viertel der Deutschen (23 Prozent) besitzt angeblich überhaupt keine Geldanlagen.

Welche Geldanlagen besitzen Sie?

Die Schuldige für den Anlagenotstand ist nach Meinung vieler Deutscher die Europäische Zentralbank (EZB). 28 Prozent der von FinanceScout24 Befragten benoteten die Politik der EZB mit mangelhaft bis ungenügend – vor allem ältere Menschen vergeben eine schlechte Note. Der Grund für die Unzufriedenheit der Deutschen ist offensichtlich: 51 Prozent der Befragten gaben an, dass es aufgrund der EZB-Geldpolitik weniger Zinsen aufs Ersparte gibt.

Beimischung von Aktien und Immo-Fonds sinnvoll

„Viele Anleger setzen trotz der niedrigen Zinsen weiterhin auf Sparbuch und Tagegeld. Bei einer langfristigen Anlagedauer wäre es jedoch sinnvoll, auch Aktien und Immobilienfonds beizumischen“, sagt Prof. Dr. Steffen Sebastian, Direktor am Center of Finance der Universität Regensburg. „Wer sich damit absolut nicht anfreunden kann, sollte darüber nachdenken, zumindest einen Teil für zwei bis fünf Jahre in Festgeld oder ähnlichen Anlagen anzulegen, um etwas höhere Zinsen zu bekommen. In der Regel reicht es, wenn etwa zwei Monatsgehälter sofort verfügbar sind", so Sebastian weiter.

Ein überraschendes Ergebnis der FinanceScout24-Umfrage ist auch, dass 23 Prozent der Deutschen die Zinspolitik der EZB überhaupt nichts sagt. Entsprechend meinten daher 14 Prozent der Befragten, dass die Geldpolitik keinen Einfluss auf ihre Geldanlagen hat, während 19 Prozent der befragten Männer und sogar 38 Prozent der befragten Frauen angaben, diesen Einfluss nicht zu kennen.

Doch gerade hinsichtlich der Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und „richtig“ zu sparen – vor allem für Frauen. Einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge sind Frauen (16,2 Prozent) deutlich häufiger von Altersarmut betroffen als Männer (zwölf Prozent). Für alleinstehende Frauen ist das Risiko sogar doppelt so hoch als für männliche Singles.

Für die aktuelle Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut Innofact AG vom 6. bis 8. Oktober 2015 im Auftrag von FinanceScout24 1.030 Personen, bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht quotiert. Mehrfachantworten waren möglich.

Die ausführlichen Umfrage-Ergebnisse inklusive Grafiken finden Sie hier.

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