Die neue Form des Stromzählers zeichnet kontinuierlich den aktuellen Strom- und Gasverbrauch auf, speichert diesen und wandelt ihn in digitale Signale um. Die Daten werden etwa viertelstündlich über Powerline oder Mobilfunknetze an den Stromversorger weitergeleitet und ermöglichen daher eine regelmäßige Fernablesung. Auf diese Weise erhalten beiden Seiten – Verbraucher und Anbieter – eine sekundengenaue Übersicht über den jeweiligen Verbrauch. Im Hinblick auf den Energiespargedanken bringt das für beide Seiten entscheidende Vorteile: Der Energieversorger kann die Stromerzeugung besser an den Verbrauch anpassen – im Gegenzug erfährt der Kunde durch die Anzeige auf dem Bildschirm sekundengenau, wann etwa der Stromverbrauch durch das Einschalten eines Gerätes rapide zunimmt. Durch die exakte Verbrauchstransparenz soll damit einerseits ein Anreiz geboten werden, generell weniger Energie zu verbrauchen, auf der anderen Seite kann der Verbraucher indirekt Stromfresser entlarven und gegebenenfalls durch neue, energieeffizientere Geräte ersetzen. Und der intelligente Stromzähler macht’s vor: Er verbraucht gut ein Drittel weniger Energie als die Geräte von anno dazumal. Das klingt nach der eierlegenden Wollmilchsau – doch birgt der „Smart Meter“ wirklich nur Vorteile? Lassen Sie uns diese Innovation mal von allen Seiten beleuchten.