Unter dem Zeitwert eines Fahrzeugs versteht man den Wert, den das Fahrzeug aktuell hat. Bei der Berechnung des Zeitwertes werden Wertminderung und Wertsteigerung berücksichtig. Zu den Wertminderungen, die vom Anschaffungswert abgezogen werden, gehören das Alter des Wagens, Verschleißerscheinungen und Gebrauchsspuren. Eine Wertsteigerung ergibt sich durch Reparaturen. Die Ermittlung des Zeitwertes erfolgt durch eine Kfz-Werkstatt, einen Autohändler oder einen Anbieter im Internet, der mit bestimmten Daten den Wert berechnen kann. Auch durch die sogenannte Schwacke-Liste lässt sich der ungefähre Zeitwert eines Fahrzeugs bestimmen. In dem monatlichen Markbericht, der seit 1957 erscheint, wird der Zeitwert anhand von Fahrzeugtyp, Baujahr, Ausstattung und des Kilometerstands angegeben. Der Zeitwert ist im Zusammenhang mit der Versicherung von Bedeutung. Hier wird er häufig auch als Widerbeschaffungswert bezeichnet. Er fließt bei einer Kfz-Versicherung in die Berechnung der Prämie mit ein. Außerdem spielt der Wert bei der Überlegung eine Rolle, ob ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt, oder ob sich eine Reparatur lohnt.