Auf einen Blick:
- Mit einem Saisonkennzeichen sparen Sie Kfz-Steuer und Versicherungsprämie.
- Außerhalb der Saison müssen Sie Ihr Sommerfahrzeug in einer privaten Garage oder auf einem umzäunten Stellplatz parken.
Die ersten Sonnenstrahlen genießen und sich dabei den Wind um die Nase wehen lassen, das macht Spaß: Immer mehr Autofahrer verzichten auf ein festes Dach über dem Kopf und fahren, sobald das Wetter es erlaubt, oben ohne: "Zulassungszahlen und Marktanteile offener Autos sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen", weiß Nick Margetts, Geschäftsführer des Automarkt-Beobachters Jato Dynamics. Zwar sind viele Modelle dank faltbarem Blechdach mittlerweile ganzjahrestauglich, doch wer sein Cabrio wirklich liebt, nutzt es meist nur während der schönen Jahreszeit. In diesem Fall ist ein Saisonkennzeichen die preiswerteste und bequemste Lösung.
Saisonkennzeichen: Praktisch und preiswert
Mit einem Saisonkennzeichen können Sie Cabrios und andere Saisonfahrzeuge für einen begrenzten Zeitraum zum Betrieb zulassen. Die zulässige Spanne reicht von mindestens zwei bis maximal elf Monaten. So sparen Sie sich nicht nur die oft zeitraubende An- und Abmeldeprozedur auf der Zulassungsstelle, sondern außerdem auch noch Kfz-Steuer, Meldegebühren und Versicherungsprämie.
Für die Monate, in denen das Fahrzeug nicht genutzt wird (Ruhezeit), müssen Sie nämlich auch keine Beiträge an die Versicherung zahlen. Trotzdem gilt das Fahrzeug weiterhin als versichert.
Haben Sie eine Kaskoversicherung abgeschlossen, erhalten Sie also den Schaden ersetzt, wenn zum Beispiel das ordnungsgemäß abgestellte Fahrzeug gestohlen oder bei einem Sturm beschädigt wird. Wichtig: Außerhalb des angemeldeten Zeitraums dürfen Sie das Cabrio weder fahren (auch keine Probe-/Überführungs- oder Werkstattfahrten!) noch auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen abstellen. Der Versicherungsschutz gilt nur für private Garagen oder private, umfriedete Stellplätze. Sie können das Cabrio im Winter also z.B. auf Ihrem Grundstück parken, nicht aber auf dem Gemeinschaftsparkplatz für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses.
Versicherungsprämie: Auch bei Saisonkennzeichen auf jeden Fall vergleichen
Genau wie bei der klassischen Autoversicherung gilt: Wer regelmäßig Tarife vergleicht und zu teure Policen konsequent kündigt, kann viel Geld sparen. Bei Saisonkennzeichen ist in der Regel die taggenaue Beitragsberechnung vorteilhafter als ein sogenannter Kurztarif, bei dem Saisonfahrer oft pauschal mit höheren Verwaltungsgebühren belastet werden.
Beispiel: Wenn Sie Ihr Cabrio von April bis September (6 Monate) nutzen, zahlen Sie bei einer taggenauen Abrechnung genau die Hälfte (6/12) der Ganzjahresprämie. Ein Kurztarif kostet Sie dagegen unter Umständen bis zu 75 Prozent Prämie, weil die Versicherung Ihnen die gleiche Verwaltungskostenpauschale in Rechnung stellt wie bei einem Jahresvertrag.
Tipp: Auch für Saisonfahrzeuge können Sie sich in Haftpflicht und Vollkasko durch unfallfreie Jahre nach und nach einen hohen Schadenfreiheitsrabatt erfahren. In der Regel muss das Fahrzeug dazu jedoch mindestens sechs Monate pro Jahr in Betrieb sein. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung nach den genauen Bestimmungen. Vielleicht rechnet es sich ja, die Cabrio-Saison ein paar Wochen zu verlängern.