Wer Abenteuer und Nervenkitzel liebt und seine Freizeit gerne aktiv verbringt, begeistert sich oft für schnelle, riskante Sportarten. Damit der rasante Spaß nicht mit einer finanziellen Tragödie endet, sollten Outdoor- und Wassersportler unbedingt gut versichert in die Saison starten. Sei es, dass Sie mit dem Motorboot einen Schwimmer übersehen oder mit Ihrem Rennrad einen Spaziergänger rammen: Eine kleine Unachtsamkeit kann schnell erschreckend teuer werden. Insbesondere wenn Menschen verletzt werden, drohen millionenschwere Schadensersatzforderungen. Wer seinen Sport unbeschwert genießen möchte, checkt deshalb nicht nur Sportausrüstung und persönliche Fitness, sondern auch seinen privaten Haftpflichtschutz regelmäßig durch.
Haftpflichtversicherung für aktive Sportler unverzichtbar
Für alle, die nicht bereits über ihren Partner oder die Eltern haftpflichtversichert sind, ist eine eigene Haftpflicht-Police praktisch unverzichtbar. Das gilt insbesondere für aktive Sportler, die zum Teil ein erhebliches Unfallrisiko eingehen. Grundsätzlich gilt die Privathaftpflichtversicherung zwar auch für die sportliche Betätigung in der Freizeit. Schadensersatzansprüche, die durch das Engagement als Trainer oder Gruppenleiter in einem Verein entstehen, müssen allerdings gesondert abgesichert werden (Vereinshaftpflicht). Darüber hinaus sind je nach Gesellschaft einzelne Sportarten vom Grundschutz ausgeschlossen. So greift der Versicherungsschutz in der Regel nicht bei der Teilnahme an Pferde-, Rad- und Kraftfahrzeug-Rennen sowie beim entsprechenden Wettkampftraining.
Auch wer es „Killerplautze“ Stefan Raab gleichtun möchte und in seiner Freizeit in den Boxring steigt, ist mit einer Standardpolice nicht ausreichend abgesichert. Für alle, die gerne in die Luft gehen, schreibt das Luftverkehrsgesetz ähnlich wie beim Autofahren eine obligatorische Halterhaftpflicht vor. Ohne die Police dürfen Motorsport- und Segelflieger, Ballonfahrer, Drachen oder Hängegleiter und selbst Modellflugzeuge nicht abheben.
Auch Segler und Motorbootfahrer benötigen speziellen Haftpflichtschutz. Der gelegentliche Gebrauch fremder motorgetriebener Wasserfahrzeuge ist allerdings in der Regel bereits im Standardtarif mit abgedeckt. Gelegentlich auf einem fremden Pferd zu reiten, ist versicherungstechnisch ebenfalls kein Problem, Pferdehalter benötigen dagegen dringend eine entsprechende Tierhalterhaftpflicht.
Auch Jäger sind im Rahmen der klassischen Privathaftpflicht nicht bei ihrem Hobby abgesichert. Achtung Mannschaftssportler: In der Regel haften Spieler nicht, wenn sie beim Spiel jemanden verletzen. Die Haftpflichtversicherung kommt also auch nicht für diese Schäden auf.
Deckungssumme: Je höher, desto besser
Ein gezielter Vergleich offenbart erhebliche Preisunterschiede in der Privathaftpflicht. Wer konsequent nach einem maßgeschneiderten Angebot sucht und auf überflüssige Extras verzichtet, kann jährlich viel Geld sparen. Ein Selbstbehalt reduziert den Beitrag deutlich und lohnt insbesondere für leistungsstarke Komforttarife. Keine Abstriche sollten Versicherte bei der Deckungssumme machen. Eine höhere Deckungssumme beeinflusst die Jahresprämie oft kaum, im Schadensfall kann sie dagegen die Existenz retten.
Personenschäden sollten mindestens bis drei Millionen Euro pro Person gedeckt sein. Viele Gesellschaften bieten inzwischen aber auch deutlich mehr (bis zu 10 Millionen Euro). Bietet der eigene Vertrag weniger, empfiehlt es sich, den Versicherungsschutz aufzustocken oder den Anbieter zu wechseln.