2007 wütete Sturmtief Kyrill über Deutschland und sorgte für einen neuen Rekord: Insgesamt 2,4 Milliarden Euro Entschädigung zahlten die Versicherer betroffenen Hausbesitzern, bei denen Orkanböen und umstürzende Bäume zum Teil schwere Schäden am Haus angerichtet hatten. Damit ist Kyrill bis dato nicht nur das teuerste Einzelereignis in der Geschichte der deutschen Versicherungswirtschaft, sondern auch ein überaus überzeugendes Argument für eine leistungsfähige Wohngebäudeversicherung. Die für Bauherren und Hauskäufer unentbehrliche Police reguliert nicht nur Sturmschäden (ab Windstärke 8), sondern zahlt vor allem auch nach einem Feuer. Flammen sind nämlich die weitaus größte Gefahrenquelle für die eigenen vier Wände. Ein Hausbrand endet nicht selten als Totalschaden. Zusätzlich ist auch noch die Absicherung gegen Leitungswasserschäden, z.B. durch geplatzte Wasser- oder Heizungsrohre, über die Wohngebäudeversicherung empfehlenswert.
Elementarschäden: Hochwasser und Schnee gegen Aufpreis
Naturkatastrophen wie Erdbeben, Lawinen, ungewöhnlich große Schneemassen oder Überschwemmungen sorgen oft für besonders dramatische Schäden. Wer sich finanziell dagegen absichern will, muss die Wohngebäudeversicherung um eine sogenannte Elementarschadenversicherung erweitern. Dort, wo der Schutz am ehesten benötigt wird, beispielsweise in Küstengebieten oder im Hochgebirge, ist er zwar nur schwer oder für sehr viel Geld zu bekommen. Doch auch wer nicht in einem klassischen Überschwemmungsgebiet wohnt, ist im Ernstfall für die ergänzende Absicherung dankbar, beispielsweise wenn nach heftigen Regenfällen der Keller unter Wasser steht und das Mauerwerk angegriffen wird. Tipp: Achten Sie unbedingt darauf, dass die Versicherung auch für Schäden durch Wasserrückstau aufkommt.
Versicherungssumme richtig ermitteln
Damit die Versicherungssumme im Ernstfall tatsächlich für ein neues, gleichwertiges Haus ausreicht, sollte die Wohngebäudeversicherung stets auf den gleitenden Neuwert abgeschlossen werden. Das bedeutet: Die Versicherungssumme wird gemäß der statistischen Baukostenentwicklung Jahr für Jahr neu angepasst. Damit ändert sich allerdings auch die jährlich zu entrichtende Versicherungsprämie. Neben Lage, Größe und Ausstattung des Hauses spielen das Baujahr und die sogenannte Bauartklasse eine maßgebliche Rolle bei der Berechnung der Prämie. Massiv-Häuser mit hartem Dach (z.B. Ziegel, Beton) haben eine niedrige Bauartklasse (BAK I) und damit ein geringeres Feuerrisiko. Ein reetgedecktes Fachwerkhaus landet dagegen in einer hohen (BAK V) und damit auch teureren Klasse. Für Neubauten und jüngere Objekte (ca. fünf bis zehn Jahre) bieten viele Versicherungen besonders günstige Konditionen. Tipp: Risikoeinstufungen und Rabatte variieren von Gesellschaft zu Gesellschaft. Ein detaillierter Preisvergleich spart deshalb oft viel Geld. Mit dem kostenlosen Vergleichsrechner von FS24.de gelangen Sie mit wenigen Klicks zur günstigsten Prämie.