Berufsunfähigkeitsversicherung

gut abgesichert bei krankheit

Gut abgesichert bei Krankheit?

24.06.2008

Ob Herzinfarkt, Krebs oder Schlaganfall: Auf einmal können alle beruflichen Pläne hinfällig sein. Welche Versicherungen helfen wirklich?

Eine schwere Krankheit, die die eigenen beruflichen Pläne durchkreuzt – ein Gedanke, der eher erschreckt und mit dem man sich nicht so gerne befasst. Doch gerade für solche Szenarien tut Vorsorge Not. Zumal die gesetzliche Rentenversicherung für jüngere Arbeitnehmer ihre Leistungen seit 2001 drastisch reduziert hat. Wer irgendwie noch arbeiten kann – und sei es als Pförtner – bekommt nichts. Anderen droht der finanzielle Abstieg auf Sozialhilfe-Niveau. Und das bei mehr als 200.000 Menschen, die pro Jahr ihren Job aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Selbständige sind sowieso auf private Vorsorge angewiesen.

 

Risikoanalyse:


Das Risiko, irgendwann einmal nicht mehr seinen Beruf ausüben zu können, kann praktisch jeden treffen. Fast jeder vierte Erwerbstätige wird vor dem Erreichen des Rentenalters berufsunfähig. Mehr als jeder Dritte davon auf Grund von psychischen Erkrankungen, bei jedem Fünften sind es Muskel- oder Knochenschäden. Es sind also weniger die stärker im Blickpunkt stehenden und daher auch häufig versicherten Unfälle, die zum beruflichen Aus führen.

 

Damit zu den gesundheitlichen nicht auch finanzielle Probleme kommen, sollte daher der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) zum Pflichtprogramm gehören. Diese zahlt in der Regel eine monatliche Rente, wenn der Versicherte nicht mehr in der Lage ist, auf Dauer seinen Beruf zu mindestens 50 Prozent auszuüben. Wie hoch die Rente ist, hängt von der versicherten Leistung ab. "Sie sollte mindestens so hoch sein, dass mit anderen Einkünften das letzte Nettogehalt zur Verfügung steht", sagt Lilo Blunck, Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten in Henstedt-Ulzburg, "besonders, wenn noch Kinder zu unterhalten sind oder die Immobilie abgezahlt werden muss."

 

Als Alternative zur BU-Versicherung wird von manchen Versicherungsvertretern der Abschluss einer so genannten Dread-Disease-Versicherung empfohlen. Die zahlt, wenn der Arzt beim Versicherten eine in den Versicherungsbedingungen aufgeführte schwere Krankheit („Dread Disease“) feststellt. Die Idee, die dahinter steckt: Selbst wer an Krebs, Schlaganfall, Multipler Sklerose oder einem Nierenversagen erkrankt, stirbt nicht zwangsläufig schnell daran. Die Fortschritte der Medizin sorgen dafür, dass die Patienten immer häufiger überleben und sogar weiter im Beruf ihren Mann oder ihre Frau stehen können.

 

Das bedingt aber auch oft, dass sich die Kranken mit einer völlig neuen Situation arrangieren müssen - das kostet meist Geld. Sei es, dass die Wohnung behindertengerecht umgebaut werden muss oder die bislang üblichen Überstunden und Sonderschichten in der Firma künftig ausfallen müssen.

 

Möglich ist auch, dass die Erkrankten zur Linderung oder Heilung ihres Leidens die Hilfe eines ausländischen Spezialisten benötigen. Den zahlt die Krankenkasse meist nicht. In allen diesen Fällen ist es natürlich hilfreich, wenn von der Versicherung eine ordentliche finanzielle Geldspritze kommt.

 

Für wen ist die Versicherungsvariante geeignet? Eine Dread-Disease-Versicherung ist ein Anker für Menschen, die eine schwere Erkrankung finanziell aus der Bahn werfen könnte. Besonders also Unternehmer oder Freiberufler. Aber auch Familien, die sich mit Immobilien in hohe Schulden gestürzt haben, können den Hauptverdiener so absichern. Dabei muss man aber immer bedenken: Diese Versicherung zahlt nur bei vorher festgelegten schweren Erkrankungen. Wichtige andere Risiken sind nicht abgedeckt.

 

 

Eine Berufsunfähigkeits- versicherung sichert Ihren Lebensstandard.

 

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