Rund jeder vierte Arbeitnehmer muss heute aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf vorzeitig aufgeben – oft ohne ausreichenden staatlichen Rentenanspruch oder nennenswerte Ersparnisse. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) schützt im Ernstfall vor dem finanziellen Absturz. Eigentlich ist sie unverzichtbar, aber: "Fast 90 Prozent aller Haushalte haben keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen", weiß Versicherungsberater Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV). Zugegeben, eine BUV ist nicht ganz billig, doch der Verzicht auf diesen elementaren Schutz kommt Betroffene weitaus teurer zu stehen.
So wird die Prämie berechnet:
So unterschiedlich die persönlichen Umstände, so unterschiedlich auch der Preis für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Er wird für jeden Kunden anhand von individuellem Risiko und gewünschtem Leistungsumfang berechnet. Neben der vereinbarten Rente bestimmen im Wesentlichen Alter, Geschlecht, Beruf und Gesundheitszustand des Kunden, wie hoch die Prämie ausfällt. Ältere Kunden, Raucher oder Personen, die beim obligatorischen Gesundheitscheck schlecht abschneiden, zahlen einen Risikozuschlag. Wer in seinem Beruf anstrengende körperliche Arbeit leistet oder erhöhter Unfallgefahr ausgesetzt ist, zum Beispiel Altenpfleger, Sportlehrer oder Dachdecker, zahlt mehr als kaufmännische Angestellte oder Akademiker, deren Job kaum körperlichen Einsatz erfordert.
So können Sie sparen:
Gerade bei angespanntem Budget ist es nicht ratsam, auf eine angemessene Rente bei Berufsunfähigkeit zu verzichten. Drücken Sie stattdessen lieber die Prämie so weit wie möglich. Wer seinen Beitrag jährlich statt monatlich zahlt, spart ohne Leistungseinschränkungen rund fünf Prozent. Reichen die Ersparnisse aus, um ein paar Monate ohne laufendes Einkommen zu überbrücken, reduziert eine sogenannte Karenzzeit die Prämie. Statt (rückwirkend) vom ersten Tag an, zahlt die Versicherung dann erst nach einer Frist von z. B. sechs Monaten. Gewährt die Versicherung eine Gewinnbeteiligung, kann diese mit den Beiträgen verrechnet werden, der Kunde zahlt also weniger aus eigener Tasche.