Die meisten Versicherten wissen nicht, was sie mit der Riester-Rente tatsächlich gekauft haben: Versicherung, fondsgebundene Versicherung, Fondssparplan oder Banksparplan?
Während Walter Riester unbeirrt von seinen Altersvorsorgemodellen überzeugt ist, zieht man beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung andere Schlüsse:
Eine neue Studie hat die Zweckerfüllung der staatlich geförderten Verträge unter die Lupe genommen und präsentierte eine 342-seitige Mängelliste. Kritik gab es vor allem an der Undurchschaubarkeit und Komplexität der Riester-Rentenprodukte. Auch von schlechter Verständlichkeit ist die Rede. Eigentlich sollte ein Produkt, das die Alterseinkünfte der Bürger sichert, transparent und einfach zu verstehen sein. Das findet auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherer. „Wir sollten uns am Informationsbedarf der Sparer orientieren“, heißt es.
Dass tatsächlicher Aufklärungsbedarf besteht, zeigen die Säumnisse der Versicherten, wenn es um die Beantragung der staatlichen Förderleistungen geht. Oft werden diese aus Unwissenheit nicht in Anspruch genommen. So kommt es, dass Riester-Sparer insgesamt bereits eine halbe Milliarde Euro verschenkt haben – der Staatssäckel freut sich!
Auch Verbraucherschützer sind unzufrieden mit den verwirrenden Verträgen und kritisieren die mangelhafte Transparenz der Kosten.
Daher sollen sich alle, die im Besitz eines Riester-Produkts sind, Überblick über ihre Verträge verschaffen und - falls noch nicht geschehen - mit einem Zulagenantrag dafür sorgen, dass sie ihre staatliche Förderung erhalten.
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