In Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach führt die Postbank seit 2003 Untersuchungen zur privaten Altersvorsorge in Deutschland durch. Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Das Vertrauen in die privaten Rentenangebote ist gesunken. Zwanzig Prozent der Bundesbürger haben ihre Investitionen in die Altersvorsorge gekürzt oder sie ganz gekündigt. Im Vorjahr waren es 17 Prozent.
Besonders ausgeprägt sind die Signale der Berufstätigen ab 50 Jahren. In dieser Gruppe reagierten 23 Prozent mit Beitragsänderungen oder Abkehr. 2009 waren es vergleichsweise ebenfalls nur 17 Prozent. Vermehrt wurden Lebens- und Rentenversicherungen gefolgt von der staatlich geförderten Riester-Rente gekündigt. Vor zwei Jahren hielten diese Variante der Altersvorsorge noch fünfzig Prozent der jungen Arbeitnehmer für die optimale Form der Altersabsicherung - heute sind hingegen nur noch 26 Prozent davon überzeugt.
38 Prozent der Deutschen befürchten aufgrund der Staatsverschuldungen Kürzungen der gesetzlichen Rente befürchten. Trotzdem investieren sie monatlich insgesamt weniger in ihre Rente wird als im Vorjahr. Personen unter 50 Jahren sparen demnach rund zwölf Prozent am finanziellen Rentenpuffer.
Dennoch ist es wichtig, langfristig zu denken raten auch Verbraucherschützer. Mit geringem Risiko und niedrige Kosten bietet sich beispielsweise der Riester-Banksparplan zur Altersvorsorge an. Außerdem bewirkt die enthaltene staatliche Förderung trotz niedriger Zinsen eine Renditeverbesserung. Wer größere Summen Euro angespart hat, kann zu risikoreicheren Geldanlagen, wie etwa Investmentfonds, greifen. Alternativ kann er das sicher angesparte Geld aber auch als Eigenkapital für eine Immobilie verwenden.
Das kommt auch der Einstellung von zwei Drittel der Befragten entgegen, die in den eigenen vier Wänden die beste Form der Altersabsicherung sehen. Wer plant, in ländlichere Regionen zu ziehen, sollte sich mit der erwarteten Bevölkerungsentwicklung auseinandersetzen - denn der Wert einer Immobilie hängt auch immer vom Standort ab.
Die Verbraucherzentrale in Hamburg rät vor der Investition in langfristige Verträge einen Liquiditätspuffer von zwei bis drei Nettogehältern auf einem gut verzinstem Tagesgeldkonto anzulegen. Anschließend sollten Risiken wie Berufsunfähigkeit abgesichert und zielgerichtet die Angebote rund um die Altersvorsorge verglichen werden. Das unabhängige Vergleichsportal FinanceScout24.de unterstützt Sie gerne bei der Suche nach der passenden Absicherung.