Ein Unfall kann oft schlimm ausgehen – bis hin zu existenzbedrohender Arbeitsunfähigkeit oder einer Querschnittslähmung. Teure Behandlungen oder Umbaumaßnahmen können dann große Ausmaße annehmen. Doch auch weniger drastische Folgeschäden können ins Geld gehen, wenn man nicht versichert ist.
Für wen ist eine Unfallversicherungsinnvoll?
Vor allem Kinder, Hausfrauen, Rentner und Selbständige
Da es in vielen Alltagssituationen zu folgenschweren Unfällen kommen kann – z.B. wenn Sie beim Fensterputzen von der Leiter fallen – ist der private Unfallschutz empfehlenswert. Vor allem für Kinder, Hausfrauen, Rentner und Selbständige. Im Gegensatz zu Berufstätigen, sind sie nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Wer sich also gegen die finanziellen Folgen eines schweren Unfalls schützen möchte, ist mit dieser Versicherung gut beraten.
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Welche Leistungen sind eingeschlossen?
Invaliditätsleistungen
Im Falle einer dauerhaften Invalidität gewährt die Versicherungsgesellschaft eine einmalige Zahlung. Die Höhe dieser sogenannten Invaliditätsleistung richtet sich nach dem Invaliditätsgrad, der anhand der Gliedertaxe, die jedem Körperteil einen bestimmten Prozentwert zuordnet.
Ist der Versicherte nach einem Unfall z.B. auf einem Ohr vollkommen taub, wird ihm ein Invaliditätsgrad von 30 Prozent zugerechnet. Allerdings muss dazu eine 100-prozentige Gebrauchsminderung vorliegen. Ist die Funktion eines Körpergliedes nur teilweise beeinträchtigt, ermittelt der behandelte Arzt den entsprechenden Anteil des Invaliditätsgrades. Wurden aufgrund des erlittenen Unfalls mehrere Körperteile beschädigt, summiert man die Prozentsätze der Invalidität - die Summe darf allerdings nie mehr als 100 Prozent betragen.
Die Invaliditätsleistung soll sicher stellen, dass Sie sich Ihrer neuen Lebenssituation anpassen können. Dazu gehören natürlich angemessene Behandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen sowie gegebenenfalls die Umgestaltung Ihres Lebensraumes.
Zu beachten: Es ist wichtig, dass die Invaliditätsleistung nicht zu gering ausfällt. Veranschlagen Sie daher eine Höhe, die das zwei- bis dreifache Ihres Bruttojahresverdienstes beträgt.
Zusatzleistungen
Todesfallleistungen
Über den Einschluss der Todesfallleistung können Sie für den schlimmsten Fall vorsorgen. Wenn Sie durch einen Unfall zu Tode kommen, erhalten Ihre Hinterbliebenen eine Einmalzahlung in vereinbarter Höhe.
Unfallrente
Ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent erhalten Versicherte, die zusätzlich eine Unfallrente abgeschlossen haben, eine monatliche Zahlung. Für Berufstätige empfiehlt sich eher der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn Sie leistet nicht nur, wenn Sie einen Unfall erleiden, sondern auch im Falle einer Erkrankung. Sinnvoll ist der Abschluss einer Unfallrente aber für Kinder; denn sie haben noch keinerlei Anspruch auf die gesetzliche Rentenversicherung.
Krankenhaustagegeld
Macht ein Unfall einen längeren Krankenhausaufhalt notwendig, sorgt die zusätzlich abgeschlossene Option dafür, dass Sie pro Tag eine bestimmte Geldsumme erhalten.
Für Eltern mit kleinen Kindern kann Rooming-In empfehlenswert sein. Sie können bei einem Krankenhausaufenthalt ihres Kindes mit dort übernachten. Die Versicherung zahlt den Zuschuss für sie.
Zusätzlich wird Versicherten das sogenannte Genesungsgeld gewährt. Versicherer bezahlen es für die gleiche Anzahl von Tagen, für die Sie auch Krankenhaustagegeld erhalten haben. Beachten Sie dabei: Ab dem zehnten Tag wird es nur noch abgestuft ausgezahlt.
Kosmetische Operationen
Die private Unfallversicherung übernimmt die Kosten auch für kosmetische Operationen, wenn der Versicherte durch einen Unfall entstellt ist. Gesetzliche Krankenversicherungen tragen nur dann die Kosten, wenn der Eingriff aus medizinischer Sicht – nicht aus ästhetischer – erforderlich ist.
Bergungskosten
Fallen nach einem Unfall Kosten für Bergung, Rettung oder Suchaktionen an, kommt die Versicherung dafür auf, wenn Sie diese Option in Ihren Vertrag eingeschlossen haben. Sie zahlt zudem den Rücktransport zum Heimatort oder auch bei Tod die Überführung aus dem Ausland.
Wie hoch sind die Beiträge?
Die Beiträge zur Unfallversicherungen orientieren sich an den verschiedenen Leistungskomponenten und -höhen, die der Versicherte absichern möchte. Entscheidend sind außerdem Alter, Geschlecht und ob er einer speziellen Gefahrengruppe (z.B. Extremsportler, Risikoberuf, etc.) zugeordnet wird.
Da das Preis-/Leistungsverhältnis bei den Anbietern stark variiert, lohnt sich in jedem Fall ein Vergleich der Tarife Unfallversicherungen.
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Welche Rabattmöglichkeiten kann ich berücksichtigen?
Versicherte können zu fünf Prozent sparen, wenn sie Ihren Jahresbeitrag in einer Summe entrichten. Zehn Prozent winken sogar, wenn man einen Dreijahresvertrag abschließt.
Wechsel
Versicherte, die ihre Unfallversicherung beispielsweise zugunsten eines anderen Anbieters mit besserem Preis-Leistungsverhältnis wechseln wollen, können dies problemlos unter Einhaltung der Kündigungsfrist von drei Monaten bis Vertragsende problemlos tun.
Wichtig: Beantworten Sie wahrheitsgemäß alle Gesundheitsfragen und verschweigen Sie es auf keinen Fall, wenn Sie riskanten Hobbies, wie z.B. Extremsportarten nachgehen. Sonst riskieren Sie Ihre Deckung.
Zusammenfassung
Für wen ist die Unfallversicherung sinnvoll?
- Kinder
- Hausfrauen
- Rentner
- Selbständige
Welche Leistungen sind eingeschlossen?
- Basistarif: Invaliditätsleistungen
- Zusatzoptionen: Todesfallleistungen, Unfallrente, Krankenhaustagegeld, Kosmetische Operationen und Bergungskosten
Wie hoch sind die Beiträge?
- Sie richten sich nachden individuell gewünschten Leistungen.
Welche Rabattmöglichkeiten kann ich berücksichtigen?
- Jahresbeitrag
- Dreijahresvertrag
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