Wer im Sommer Wasserski fahren, auf Berge klettern oder surfen will, muss sich dieses Jahr wohl keine Gedanken über schlechtes Wetter machen. Dabei wäre das Risiko, im Sommerurlaub ohne Sonne dazusitzen, finanziell durchaus zu verkraften. Das Risiko, bei einem Sport-Unfall im Urlaub bleibende gesundheitliche Schäden davon zu tragen, sollte dagegen vor dem ersten Sportausflug unbedingt abgesichert sein. Zahlreiche Sommersportler verunglücken jährlich bei ihrem Hobby. Ohne eine private Unfallversicherung ist auf jeden Fall Vorsicht geboten.
Finger weg von alkoholischen Erfrischungen
Die private Unfallversicherung hilft, die finanziellen Folgen eines Sportunfalls abzufedern. Wer beispielsweise nach einem Sturz oder Zusammenstoß bleibende Gesundheitsschäden davonträgt, erhält je nach Invaliditätsgrad von der Versicherung einen festgelegten Betrag. Damit können beispielsweise teure Reha-Maßnahmen, behindertengerechte Umbauten, eine Haushaltshilfe oder auch eine lebenslange Rente finanziert werden. Oft übernimmt die Versicherung auch Bergungskosten bis zur vertraglich festgelegten Obergrenze, beispielsweise bis zu 5.000 Euro. Teilweise fragen die Gesellschaften im Versicherungsantrag zwar nach riskanten Hobbys. Auf die Prämie hat dies jedoch nur selten Einfluss: Genau wie die meisten anderen Freizeitsportler können sich Berg- und Wassersportler problemlos und ohne Zuschlag versichern. Jedoch sollten Sie trotz allem genau prüfen, welche Sportarten von Ihrer Versicherungsgesellschaft abgedeckt sind.
Vorsicht ist aber auf jeden Fall geboten bei der alkoholischen Erfrischung zwischendurch mit Bier, Cocktails & Co. Wer sich alkoholisiert an die Steilwand oder ins Wasser wagt, riskiert unter Umständen seinen Versicherungsschutz. Viele Versicherer zahlen nicht für Unfälle unter Alkoholeinfluss. Ansonsten gilt der Versicherungsschutz in der Regel rund um die Uhr und weltweit, also beispielsweise auch in der Schweiz, den USA oder Kanada.
Mehr Geld dank Progression
Versicherungskunden haben die Wahl zwischen linearen und progressiven Unfallversicherungen. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten nach Einschätzung der Stiftung Warentest die Progressionstarife. „Bei linearen Tarifen bekommen Sie bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro diese 100.000 Euro dann, wenn Sie zu hundert Prozent Invalide sind, also zum Beispiel vollständig erblinden“, erläutert Ulrike Steckkönig von der Stiftung Warentest den Unterschied: „Bei einem Progressionstarif würden Sie im Falle einer Invalidität von hundert Prozent zum Beispiel fünfhundert Prozent der Versicherungssumme, also eine halbe Million Euro, bekommen“. Wenn es hart auf hart kommt, sind Kunden mit einem Progressionstarif also finanziell besser abgesichert. Wer die ganze Familie beim gleichen Anbieter versichert, kann sich in der Regel über einen Beitragsrabatt von zwanzig bis dreißig Prozent freuen.
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