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30.000 Arbeitnehmer in falscher Steuerklasse

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.08.2015

Aufgrund einer Panne bei der Steuerverwaltung sind fast 30.000 Arbeitnehmer in eine falsche Steuerklasse gerutscht. Bei einigen Betroffenen stand in der Gehaltabrechnung für Juli nicht nur ein zu niedriges Gehalt, sondern sogar eine Forderung. Nun müssen Arbeitgeber die Steuerklasse korrigieren, damit Betroffene die zu viel gezahlte Steuer zurückerhalten.

Bei einer Systemänderung in der Steuerverwaltung ist es zu einer Panne gekommen, die vielen Arbeitnehmern wohl einen Schrecken beim Betrachten der aktuellen Gehaltsabrechnung versetzt hat. Laut Stuttgarter Nachrichten sind bundesweit 28.787 Arbeitnehmer von der Steuerklasse III in die höher besteuerte Steuerklasse I gerutscht. Sie fanden auf Ihrem Girokonto einen zu niedrigen bis im schlechtesten Fall gar keinen Gehaltseingang vor. Das Ausmaß der Steuerpanne ist größer, als bisher angenommen.

Falsche Steuerklasse führte zu weniger Gehalt oder Minus

„Der Fehler wurde am 29. Juni 2015 entdeckt und unmittelbar behoben“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der „Schwäbischen Zeitung“. Da die Abzüge den Arbeitgebern rückwirkend zum 1. Januar falsch in Rechnung gestellt wurden, fanden viele Betroffene in ihrer Juli-Abrechnung sogar einen Minus-Betrag. Dies ist dann der Fall, wenn der Arbeitgeber bei der monatlichen Abrechnung den Lohnsteuerabzug für die Vormonate korrigiert hat. Wie viele Unternehmen von dieser Form der Abrechnung Gebrauch machen, ist nicht bekannt. Daher kann die Steuerverwaltung nicht angeben, wie viele Arbeitnehmer tatsächlich eine Forderung auf ihrem Gehaltszettel feststellen mussten.

Wie Arbeitnehmer das Geld zurückerhalten

Bei den Betroffenen herrscht nun Verwirrung, wie sie die zu viel berechnete Steuer wieder zurückerhalten. Er sei von seiner Firma zur Steuerverwaltung und von der Steuerverwaltung wieder zur Firma geschickt worden, berichtete ein Arbeitnehmer den „Stuttgarter Nachrichten“. Die Sprecherin der Oberfinanzdirektion Karlsruhe erklärte dazu, dass das Betriebsstättenfinanzamt das Geld zurückzahlen werde, wenn der Arbeitgeber die Steuerklasse korrigiert. Wenn es dies nicht tue, werde der unrechtmäßig einbehaltene Betrag erst bei der nächsten Einkommenssteuererklärung zurückerstattet.

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