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5-Euro-Münze mit Technologie gegen Falschgeld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.02.2016

Die erste  5-Euro-Münze soll ab dem 14. April 2016 bei den Filialen der Deutschen Bundesbank sowie weiteren Kreditinstituten verfügbar sein. Sammler dürften sich an dem eingearbeiteten, blau schimmernden Polymerring erfreuen. Dieser soll jedoch nicht nur dekorativen Zwecken dienen, sondern vor allem das Geld weniger anfällig für Fälschungen machen. Die Verbreitung der Münze soll somit einen ersten größeren Praxistest der hierfür neu entwickelten Technologie darstellen. 

In Zukunft könnte eine neue 5-Euro-Münze als reguläres Zahlungsmittel eingesetzt werden. Sie wurde am Freitag, den 5. Februar 2016, von Finanzstaatssekretär Michael Meister (CDU) auf der World Money Fair in Berlin vorgestellt, wie die „Welt“ berichtet. 

Die 5-Euro-Münze: Kombination aus Metall und Kunststoff

Die vorgestellte 5-Euro-Münze ist eine Weltneuheit, bisher gab es diesen Wert im gesamten Euroraum lediglich als Banknote. Die Neuentwicklung mit dem Namen „Planet Erde“ zeigt auf der Vorderseite den Bundesadler, auf der Rückseite eine stilisierte Weltkarte mit Planeten am äußersten Rand. Ihr Durchmesser beträgt 27,25 Millimeter, womit sie 1,5 Millimeter größer ist als ein Zwei-Euro-Stück.

Während die Münze größtenteils aus Kupfer und Nickel besteht, ist ihr Kern von einem blauen Kunststoffring umgeben. Das Material besteht aus Polymer, in das bei der Herstellung Kristalle eingearbeitet wurden. Diese lassen die Münze blau funkeln. Die Erfindung ist durch ein Patent geschützt, unter anderem waren die Bundesbank, die Staatlichen Münzen Baden-Württemberg sowie das Leibniz-Institut der RWTH Aachen beteiligt.

Münze enthält neu entwickelte Technologie gegen Falschgeld

Ähnlich wie Metall lässt sich der Kunststoffring in der 5-Euro-Münze prägen. Laut der „Welt“ ließen sich so verschiedene Sicherheitsmerkmale in die Münze integrieren. Somit böte das Polymer weit mehr als eine dekorative Verzierung - nämlich die Möglichkeit die Produktion von Falschgeld unwahrscheinlicher zu machen. „Das ist eine epochale Innovation“, so sagte Peter Huber, Münzleiter der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg, bereits im August 2015 gegenüber der „Welt“.

Weltweit suchen aktuell Fachleute nach neuen Technologien, die die Produktion von Falschgeld erschweren sollen. Somit stellt die neu vorgestellte 5-Euro-Münze einen ersten größeren Feldversuch dar, der zeigen soll, ob die entwickelte Technologie gegen Falschgeld in der Praxis funktionieren kann.  

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