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Ab Juli erster Telemonitoring-Tarif in Deutschland

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.03.2016

Der erste Telemonitoring-Tarif geht im Juli in Deutschland an den Start. Wer durch „Vitality“ seine Lebensweise protokolliert und Daten an seinen Versicherer sendet, soll künftig bei gesundheitsbewusstem Verhalten bei Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung sparen können. Für die Einführung von Telemonitoring in der privaten Krankenversicherung steht noch kein konkreter Termin fest.

Ab Sommer können deutsche Verbraucher für Rabatte oder günstigere Versicherungsprämien ihre Lebensweise freiwillig von ihrem Versicherer per Telemonitoring überwachen lassen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtet, wird das umstrittene Vitality-Programm der Generali-Versicherungsgruppe im Juli in der Bundesrepublik starten.

Regelmäßige Datenübertragung mit Telemonitoring

Im Rahmen des Programms wird die Lebensweise der Versicherten per Telemonitoring überwacht und gesundheitsbewusstes Verhalten nach einem Punktesystem belohnt. Grundlage für das Belohnungssystem ist die regelmäßige Übertragung von Daten zum Lebensstil des Versicherten an die Assekuranz. Punkte verdienen sich Versicherte im Vitality-Programm beispielsweise mit dem Einkauf gesunder Lebensmittel oder der Nutzung von Fitnessstudios oder Fitness-Trackern. Mit Studios und Supermärkten bestehen laut „SZ“ bereits entsprechende Vereinbarungen für Vitality. Genauere Informationen sollen Ende Juni genannt werden.

Vitality ab Juli für Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung verfügbar

Eingeführt wird das Telemonitoring zunächst bei Risikolebensversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen des zweitgrößten Privatkundenversicherers in der Bundesrepublik. Auch bei den privaten Krankenversicherungen des Konzerns, zu dem in Deutschland neben der Generali auch die Marken Cosmos, Aachen Münchener und Central aktiv gehören, soll Vitality integriert werden. Hierfür steht der „SZ“ zufolge jedoch noch kein Datum fest.

„Gläserner Versicherungskunde“: Deutliche Kritik an Vitality

Vitality wurde vom südafrikanischen Versicherer Discovery entwickelt und ist dort bereits im Einsatz. Als der Generali-Konzern Ende 2014 seine Kooperation mit dem Unternehmen ankündigte, hagelte es Kritik von Verbraucherschützern und aus der Politik. Kritiker äußerten die Sorge, dass Telemonitoring zum „gläsernen Versicherungskunden“ führen könnte. Außerdem wurde die Befürchtung laut, dass Versicherten, die sich dem Telemonitoring verweigern, höhere Prämien drohen. Generalis Deutschlandchef Giovanni Liverani weist diese Kritik zurück. Er erklärt, man werde nur Daten von Kunden nutzen, die ihr ausdrückliches Einverständnis gegeben haben und niemanden bestrafen, der Vitality nicht nutzen möchte. „Wir wollen unsere Kunden ermutigen, gesünder zu leben“, sagt Liverani der „SZ“.

Telemonitoring ab August auch bei der Kfz-Versicherung

Neben Vitality im Bereich Gesundheit will die Generali-Gruppe ab August auch in der Kfz-Versicherung einen Tarif einführen, der auf Telemonitoring basiert. Bislang haben solche auch als Pay-as-you-drive bezeichneten Tarife, bei der eine Blackbox im Fahrzeug die Fahrweise protokolliert, in Deutschland noch Seltenheitswert. Ein derartiger Tarif wird in der italienischen Konzernheimat bereits von einer Million Generali-Kunden genutzt. Der „SZ“ zufolge planen mit der HUK-Coburg und der Allianz auch die beiden größten deutschen Autoversicherer die Einführung eines Telemonitoring-Tarifs.

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