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Ab März zahlen auch Rentner Zusatzbeiträge

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.02.2015

Seit Anfang des Jahres dürfen Krankenkassen Zusatzbeiträge berechnen. Für Rentner wird diese Regelung erst später wirksam, denn die Rentenversicherung braucht Zeit, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Ab dem kommenden Monat werden dann auch Ruheständler die neuen Beiträge zahlen müssen. Für einen besonders schnellen Krankenkassenwechsel ist es dann jedoch wohl bereits zu spät.

Zum Jahreswechsel hat sich für gesetzlich Krankenversicherte einiges geändert. Durch die neuen Zusatzbeiträge unterscheiden sich neuerdings die Beiträge von Krankenkasse zu Krankenkasse. Für Rentner tritt diese Regelung in wenigen Wochen ab dem 1. März 2015 in Kraft, doch wer dann von höheren Krankenkassenbeiträgen überrascht wird, kann häufig nicht kurzfristig wechseln. Die Sonderkündigungsfrist läuft in der Regel mit dem Zeitpunkt, zu dem der Zusatzbeitrag erstmals erhoben wird, aus.

Zusatzbeiträge erstmalig auch für Rentner

Weil der Rentenversicherungsträger in Gestalt der Deutschen Rentenversicherung einige Zeit für die Umstellung auf das neue Beitragssystem der Krankenkassen benötigt, werden Rentner erst ab Anfang März Zusatzbeiträge zahlen müssen. Die zweimonatige Übergangszeit wird auch in Zukunft für Rentner gelten. Erhöht eine Krankenkasse später ihren Zusatzbeitrag, wird die Änderung für Rentenempfänger erst mit einer entsprechenden Verzögerung wirksam werden, informiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Wer noch wechseln kann, muss schnell handeln

Die betroffenen Rentner wurden in der Regel bereits Anfang Januar von ihrer jeweiligen Krankenkasse über mögliche Zusatzbeiträge informiert. Mit dem Eingang des Schreibens begann auch ein zeitweiliges Sonderkündigungsrecht, welches einen schnellen Krankenkassenwechsel ermöglicht. Wie Stiftung Warentest erklärt, endet die Frist zu dem Zeitpunkt, an welchem der neue Beitrag erstmals erhoben wird, was in diesem Fall Anfang März wäre. Wer erst dann auf den eventuell höher ausgefallenen Krankenkassenbeitrag aufmerksam wird, kann aufgrund der abgelaufenen Frist nicht mehr spontan wechseln. Gesetzlich krankenversicherte Rentner sollten daher die Gelegenheit nutzen und noch einmal einen Blick auf das Schreiben von vor wenigen Wochen werfen. Wurde ein Zusatzbeitrag angekündigt, kann sofort gekündigt und zu einer günstigeren oder leistungsstärkeren Krankenkasse gewechselt werden. Doch auch wenn die Frist im März abgelaufen ist, kann in aller Regel relativ zeitnah ordentlich gekündigt werden. Dies ist mit einer zweimonatigen Frist möglich, wenn der Versicherte bereits mindestens 18 Monate bei seiner aktuellen Krankenkasse versichert ist. Wer mit seiner Krankenkasse zufrieden ist, aber einige zusätzliche Leistungen versichern möchte, kann den Versicherungsschutz durch eine private Krankenzusatzversicherung sinnvoll ergänzen. 

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