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Abschlagsfreie Rente mit 63: Für viele lohnenswert

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.09.2015

Wer die abschlagsfreie Rente mit 63 erhält, hat häufiger hohe Altersbezüge als Personen, die die reguläre Altersrente beziehen. Besonders profitieren Männer, die 45 Jahre lange Rentenbeiträge bezahlt haben und ab 63 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand eintreten. Frauen müssen generell mit weniger Altersrente auskommen. Dies geht aus neuen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervor.

Jeder vierte Mann, der die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren bezieht, erhält mehr als 1.500 Euro netto im Monat. Das berichtet die „Bild-Zeitung“ mit Verweis auf aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zum Rentenzugang 2014. Demnach sind im Vorjahr 110.000 Männer mit mehr als 45 Beitragsjahren in den Ruhestand eingetreten. 24,6 Prozent von ihnen erhielten eine Altersrente in Höhe von mehr als 1.500 Euro netto im Monat.

Reguläre Altersrente: Bezüge häufig niedriger

Wer die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren bekommt, erhält meist höhere Rentenzahlungen als Empfänger der regulären Altersrente. Von ihnen beziehen nämlich nur 9,5 Prozent mehr als 1.500 Euro Altersrente im Monat. 62,1 Prozent müssen mit weniger als 700 Euro im Monat auskommen, wenn sie nicht zusätzlich private Vorsorge betrieben haben. Zum Vergleich: Bei der abschlagsfreien Rente mit 63 haben nur 2,9 Prozent ein derartig geringes Einkommen. Dies hängt auch damit zusammen, dass in dieser Vergleichsgruppe der regulären Altersrente die meisten Bezieher weniger als 45 Jahre rentenversichert waren und die Rente nur mit Abschlägen erhalten.

Frauen erhalten generell weniger Altersrente

Mit besonders geringen Altersbezügen müssen Frauen auskommen. Gehen sie regulär in den Ruhestand, erhalten 90 Prozent weniger als 700 Euro im Monat. Erhalten sie die abschlagsfreie Rente mit 63, sind es immerhin noch 13,3 Prozent, die mit diesen niedrigen Bezügen auskommen müssen - ein deutlich höherer Anteil als bei den Männern.

Wer erhält die abschlagsfreie Rente mit 63?

Seit 1. Juli 2014 können Beschäftigte, die mindestens 45 Jahre lang Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung bezahlt haben und vor 1953 geboren wurden, bereits mit 63 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen. Für ab 1953 geborene Versicherte wird die Altersgrenze von 63 Jahren schrittweise von einem Geburtsjahr auf das nächste angehoben. Wer zum Beispiel 1957 geboren wurde, kann mit 63 Jahren und zehn Monaten die abschlagsfreie Rente beantragen, sofern er 45 Jahre lang Rentenbeiträge bezahlt hat. Für die Jahrgänge ab 1964 beträgt die Altersgrenze dann 65 Jahre.

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