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Änderungen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.12.2015

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird reformiert und damit stehen einige Veränderungen bei der Förderung von Ökostrom an. Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Papier vorgelegt, nach dem sich in Zukunft auch Großanlagen an Ausschreibungen beteiligen müssen. Bisher waren ihnen feste Fördersätze garantiert worden.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz steht vor einer weiteren Novelle. Dafür hat das Bundeswirtschaftsministerium nun ein Eckpunktepapier vorgelegt, wie „Spiegel Online“ berichtet. Die größte Änderung besteht dabei darin, dass die Förderung in Zukunft nur noch über Ausschreibungen vergeben werden soll.

Bundeswirtschaftsministerium plant weitreichende Veränderungen

Bislang wird die Produktion von Ökostrom durch feste Vergütungssätze gefördert. Daraus ergibt sich eine große Planungssicherheit für Investoren, die für eine bestimmte Menge von Strom aus Wind- oder Solarenergie mit einer festen Summe pro Kilowattstunde rechnen konnten. Das soll sich nun ändern: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz soll so angepasst werden, dass alle Förderungen über Ausschreibungen vergeben werden. Bauprojekte für neue Windparks oder Solaranlagen können sich an den Ausschreibungen beteiligen. Der Zuschlag soll jeweils an das Projekt gehen, das die geringste Förderung benötigt. Laut Bundeswirtschaftsministerium sei das bisherige System der Förderung nicht mehr geeignet, weil Ökostrom eine immer wichtigere Rolle spielen würde. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz müsse in Zukunft näher am Markt sein und den Wettbewerb zwischen den Erbauern der Anlagen fördern.

Erneuerbare-Energien-Gesetz soll Ökostrom-Anteil erhöhen

In diesem Jahr liegt der Anteil von Ökostrom am deutschen Strommix bei circa 33 Prozent. Die Koalition wünscht sich bis 2025 einen Anteil von 40 bis 45 Prozent. Dafür sollen die erneuerbaren Energien stärker in die Strommärkte integriert werden. Die Änderungen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz sind ein Schritt in diese Richtung. Die Zahl der Ausschreibungen soll so gewählt sein, dass sich dieses Ziel erreichen lässt: 2017 soll die erste Runde erfolgen, zunächst mit einem Gesamtvolumen von 2,9 Gigawatt pro Jahr für Windräder und 500 Megawatt für Solaranlagen. Kleine Anlagen sollen laut Bundeswirtschaftsministerium allerdings weiterhin so gefördert werden wie bisher. Die Grenze liegt hier bei einem Megawatt. Betroffen sind davon vor allem Solaranlagen auf Privathäusern.

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