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Aktueller EZB-Leitzins: Zinssenkung beschlossen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.05.2013

Um der Euro-Krise Herr zu werden, hat die EZB den Leitzins auf 0,5 Prozent gesenkt. Die Meinungen zur Wirksamkeit der Zinssenkung gehen allerdings auseinander: Entweder werden keine Verbesserungen bescheinigt oder der Schritt wird abgelehnt - so wie es im Vorfeld einige Dachorganisationen der Versicherungsbranche taten.

Am 2. Mai ließ die Europäische Zentralbank verlauten, der aktuelle EZB-Leitzins werde von 0,75 Prozent auf 0,5 Prozent gesenkt. Die Zinssenkung soll im besten Fall die Wirtschaft der Euro-Zone aus dem Tief holen und ihr neues Leben einhauchen. Der Plan der Zentralbank: Mit einem niedrigen EZB-Leitzins kommen Banken aus dem europäischen Raum relativ günstig an Kapital aus Frankfurt. Die große Hoffnung ist, dass dieses günstige Kapital in Form von Krediten an Verbraucher und Unternehmen weitergereicht wird.

Zinssenkung ohne Konsequenz
Der aktuelle EZB-Leitzins auf Rekordtief ist nicht die erste Aktion dieser Art, die Zentralbank fuhr schon mehrfach die Strategie. Allerdings blieben die großen Konsequenzen dabei aus, wie beispielsweise der "Spiegel" zusammenfasst. Denn immerhin sind die Zinsen schon seit 2012 extrem niedrig - zum plötzlichen Sprint hat die Wirtschaft trotzdem noch nicht angesetzt. Deshalb zweifeln auch einige Ökonomen an der Wirksamkeit der Zinssenkung. Sogar EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen glaubte nicht daran, damit der Konjunktur auf die Sprünge helfen zu können.

Entwicklung der Leitzinsen seit 2007

Versicherungsbranche über aktuellen EZB-Leitzins
In einem Statement auf seiner Webpräsenz hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammen mit den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) eine ausdrückliche Warnung an die EZB bezüglich einer Zinssenkung ausgesprochen: "Jeder Zinsschritt nach unten lässt die Sparguthaben schmelzen. Sinkende Zinsen bedeuten einen sinkenden Anreiz für das Sparen und Vorsorgen", schrieb der Dachverband. Grundsätzlich seien die Folgen eines niedrigen Leitzinses schlichtweg nicht einzuschätzen und auch Impulse für die europäische Wirtschaft gebe es nicht.

Private Altersvorsorge bleibt unverzichtbar
Eine Konsequenz für den Verbraucher ist daher: Vor allem die junge Generation sollte vermehrt auf eine private Vorsorge für das Alter achten. Auch in Zeiten extrem niedriger Zinsen ist es sinnvoll, die beliebten Möglichkeiten einer Riester-Rente oder einer Kapitallebensversicherung miteinander zu vergleichen. Auf die staatliche Altersversorgung ist schließlich kein Verlass.

Oliver Hoffmann | shutterstock.com

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