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Altersarmut: Viele Frauen fürchten Rentenlücke

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.12.2014

Ein großer Teil der Frauen sieht sich von einer gravierenden Rentenlücke bedroht. Knapp ein Drittel fürchtet sogar, unter Altersarmut leiden zu müssen. Die hohe Wahrscheinlichkeit von Teilzeitarbeit und die höhere Lebenserwartung erschweren eine ausreichende Altersvorsorge. Flexiblere Arbeitszeitmodelle könnten zur Lösung des Problems beitragen.

Fast ein Drittel der Frauen in Deutschland fühlt sich von Altersarmut bedroht. Nur 18 Prozent gehen davon aus, dass sie ihr erforderliches Alterseinkommen erreichen. Dies geht aus der Ruhestandsstudie „Frauen im Spannungsfeld von Familie, Karriere und finanzieller Sicherheit“ des Lebensversicherers Aegon hervor. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, halten die Befragten im Durchschnitt etwa 76 Prozent ihres aktuellen Einkommens für erforderlich, um einen zufriedenstellenden Ruhestand genießen zu können.

Höhere Lebenserwartung erhöht das Risiko für Altersarmut

Die Rente von Frauen ist einer Studie der OECD zufolge im Durchschnitt nur halb so hoch wie die männlicher Rentner. Die Planung einer zufriedenstellenden Altersvorsorge werde der Studie zufolge bei Frauen vor allem durch Karrierebrüche erschwert. „Die Wahrscheinlichkeit einer Teilzeitbeschäftigung ist bei Frauen mehr als doppelt so hoch wie bei Männern“, so die Verfasser. Dies zieht quasi zwangsläufig geringe Vorsorgeleistungen nach sich. Erschwerend kommt hinzu, dass Frauen eine um vier bis fünf Jahre höhere Lebenserwartung haben als Männer. Ihre Rücklagen müssen also häufig auch für einen längeren Zeitraum ausreichen.

Flexiblere Arbeitszeitmodelle könnten Rentenlücke verringern

Mit den Rentenpunkten für Kindererziehungszeiten versucht die Bundesregierung, die finanziellen Folgen eines zeitweiligen Rückzugs aus dem Erwerbsleben zu mildern. Allerdings reichen diese Leistungen bei Weitem nicht aus, um die Rentenlücke zu schließen. Entsprechend geht auch im 21. Jahrhundert über die Hälfte der Frauen, die in einer Partnerschaft leben, davon aus, im Alter auf das Einkommen des Partners angewiesen zu sein. So kommt auch die Studie zu dem Schluss, dass flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine stärkere Einbindung von Männern in die Kinderbetreuung langfristige Lösungsansätze sind.

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