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Neue Studie: Anlageberater sind wenig beliebt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.04.2014

In Sachen Geldanlagen sind die Deutschen sehr zurückhaltend. Wie eine neue Studie belegt, misstraut ein Großteil der Bevölkerung Anlageberatern und investiert das Geld lieber nach eigenem Ermessen in konservative Produkte. Doch womöglich zeichnet sich zumindest bei den Strategien eine Trendwende ab und das Ansehen niedrigverzinster Anlagen sinkt.

Anlageberater genießen hierzulande keinen guten Ruf. Das stellt eine Studie der Fondsgesellschaft Legg Mason fest, die dem „Manager Magazin“ vorliegt. Demnach arbeitet nicht einmal ein Fünftel der Deutschen mit einem Profi zusammen. Man legt sein Geld lieber in Eigenregie an. Damit sind die Bundesbürger die misstrauischsten Anleger Europas.

Ansehen von Anlageberatern anderswo größer

In vielen Gegenden der Welt sieht die Sache ganz anders aus. So legen in folgenden Ländern deutlich mehr Menschen ihr Geld in die Hände von Beratern:

  • Hongkong (56 Prozent)
  • USA (55 Prozent)
  • China (39 Prozent)

Laut der Legg-Mason-Studie räumt sogar fast die Hälfte der Befragten ein, dass die Konsultierung eines Beraters Fehler bei der Anlage vermeiden könne. Auch strukturierte Finanzpläne gefallen einem Drittel. Allerdings: 88 Prozent glauben, dass ihr Erspartes besser in den eigenen Händen bleiben solle.

Sparen ja, Rendite nachrangig?

Für die Tendenz zu konservativen Anlagestrategien der Deutschen sprechen noch weitere Zahlen. So stellt der Verband der Privaten Bausparkassen in seiner Frühjahrsumfrage 2014 fest, dass die Lust zum Sparen zwar groß, die Bereitschaft zu aussichtsreichen Anlageformen allerdings gering sei. Mit 51 Prozent liegt hier das gewöhnliche Sparbuch vorn, wenngleich es gegenüber dem Vorjahr um vier Prozentpunkte an Beliebtheit einbüßte. Sogar auf dem nicht verzinsten Girokonto wird weiterhin gespart, es rangiert zusammen mit Bausparverträgen direkt dahinter bei 37 Prozent als beliebteste Anlage.

Sicherheit geht vor

Renten- und Kapitallebensversicherungen liegen bei 35 Prozentpunkten in der Gunst der Deutschen, gefolgt von

  • Termin- und Festgeld (32 Prozent)
  • Immobilien (25 Prozent)
  • Investmentfonds (20 Prozent)
  • Aktien (14 Prozent)

Sicherheit sei nach wie vor das wichtigste Kriterium für die deutschen Sparer. Diesen Schluss zieht Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes. Allerdings beginnt er eine leichte Trendwende zu erkennen: „Dort, wo es im Unterschied zum Bausparen und zur Immobilie um die reine Geldanlage geht, zeigen die Minizinsen aber offenbar Wirkung. Die Attraktivität dieser Anlageformen beginnt zu leiden.“

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