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Studie: Männliche und weibliche Anlagestrategien

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.04.2013

Geschlechterunterschiede sind ein gerne untersuchtes Thema, so auch bei einer aktuellen Studie der DAB bank. Der Onlinebroker analysiert seit Jahren die Anlagestrategien von Männern und Frauen. 2012 hatten die Männer im direkten Vergleich die Nase vorn – doch es gibt das eine oder andere große Aber.

Mit einer Vor-Kosten-Rendite von 7,72 Prozent liegen die Männer mit ihren Anlagestrategien im Jahr 2012 knapp vor den Frauen mit 7,66 Prozent. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung", der eine entsprechende Studie des Onlinebrokers DAB bank exklusiv vorliegt. Beide Geschlechter konnten mit ihren Investments also deutlich mehr als nur einen Inflationsausgleich erzielen und auch konservative Anlageformen wie Tagesgeld und Festgeld deutlich übertreffen.

Frauen langfristig erfolgreicher

Der Onlinebroker DAB bank führt seine Untersuchung des geschlechterspezifischen Anlageverhaltens bereits seit mehreren Jahren regelmäßig durch. Hier zeigt sich, dass die Frauen mit ihren Anlagestrategien langfristig besser fahren: Über die letzten vier Jahre konnten sie eine jährliche Vor-Kosten-Rendite von 6,3 Prozent erwirtschaften, während männliche Anleger im Schnitt nur auf 6 Prozent kamen.

Unterschiede bei der Risikofreude

Ihren hauchdünnen Vorsprung im vergangenen Jahr haben die Männer zudem mit deutlich risikoreicheren Anlagestrategien errungen. Sie investierten eher in Aktien, Zertifikate und Optionsscheine, während weibliche Anleger breit streuende Fonds und Anleihen bevorzugten.

Anlagestrategien

Im männlichen Depot ist mehr Bewegung

Auch im Hinblick auf die Investitionssummen gehen männliche Anleger ein größeres Risiko ein: Wie die Studie ergeben hat, legen sie einen größeren Teil ihres Gesamtvermögens an. Darüber hinaus führen sie auch deutlich mehr Transaktionen im Jahr durch. Die dabei anfallenden Gebühren dürften den Frauen einen Vorteil beim Wertzuwachs nach Kosten verschaffen, zu dem der Onlinebroker leider keine Zahlen vorlegt.

Gute Bilanz für weibliche Anlagestrategien

Gemessen am Gewinn im Verhältnis zu Risiken und Kosten ließe sich also der Schluss ziehen, dass die Anlagestrategien der Frauen auch 2012 cleverer waren. Zu einem ähnlichen Fazit kommt laut der "Süddeutschen Zeitung" auch das Centre for Financial Research der Universität Köln: Demnach handeln auch weibliche Fondsmanager weniger risikofreudig, erzielen dabei aber oft die nachhaltigeren Ergebnisse.

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