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Neue App Payfriendz: Geld überweisen per Handy

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.08.2014

Mit der neuen App Payfriendz können Nutzer bequem und schnell Geld überweisen. Die App zeigt, wie einfach der bargeldlose Zahlungsverkehr sein könnte. Doch ob die App den Sprung zum Massenphänomen in Deutschland schaffen kann, muss sich erst noch herausstellen. In Somalia hat eine ähnliche Applikation das schon geschafft und für den westlichen Markt Maßstäbe gesetzt.

Eine neue App mit dem Namen Payfriendz soll in Deutschland das bargeldlose Zahlen einfacher machen. Mit der Software für das Smartphone können sich die Nutzer gegenseitig Geld überweisen. So können kleine Geschäfte abgewickelt oder kleine Schulden unter Bekannten schnell ausgeglichen werden, berichtet die „Welt“. Im afrikanischen Somalia sorgt eine ähnliche App aktuell für Furore.

Geld kommt jetzt per SMS

Der Gedanke hinter der deutsch-britischen App Payfriendz ist einfach und zielorientiert: Nutzer können ein Online-Konto mit Guthaben aufladen und damit Geld überweisen. Das Ziel der Überweisung muss dabei ebenfalls ein Nutzer der App sein. Weil keine Bank oder Kreditkartengesellschaft zwischengeschaltet ist, erfolgen die Transaktionen sofort und der Empfänger bekommt das Geld umgehend gutgeschrieben. So sollen kleine Privatgeschäfte und Überweisungen an Freunde und Bekannte sekundenschnell abgewickelt werden können. Das Kontoguthaben bei Payfriendz lässt sich gebührenfrei per Kreditkarte oder normaler Überweisung vom Girokonto aufladen. Auch für die einzelnen Transaktionen fallen keine Kosten an. Nur wer in einer anderen Währung Geld überweisen möchte, muss mit einer kleinen Wechselgebühr rechnen. Eine komplizierte Anmeldung und Registrierung wie bei einer Kontoeröffnung ist nicht erforderlich, weil mit der App maximal 2.800 Euro pro Jahr überwiesen werden dürfen. Damit fällt Payfriendz nicht unter das Geldwäschegesetz.

Payfriendz funktioniert nur mit großem Netzwerk

Ähnlich wie bei dem bekannten Kurznachrichtendienst WhatsApp können nur App-Nutzer untereinander kommunizieren und Geld transferieren. Damit das bargeldlose Bezahlen per Payfriendz also funktioniert, müssten viele Menschen die App installieren. In Somalia hat eine ganz ähnliche Handy-Applikation diesen Schritt bereits geschafft: Mit ZAAD werden dort täglich Handelsgeschäfte und Käufe bargeldlos getätigt. Banken und Anbieter von Zahlungssystemen blicken längst auf das afrikanische Land, welches vielen Industrieländern in Sachen bargeldloser Zahlungsverkehr weit voraus ist. Ob Payfriendz in Deutschland ähnliche Erfolge feiern kann, bleibt abzuwarten.

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