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Arbeitslosigkeit im November historisch gering

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.12.2015

Die Arbeitslosigkeit ist im November besonders gering ausgefallen und so niedrig wie seit Anfang der Neunzigerjahre nicht mehr. Auch wenn im Winter traditionell mehr Menschen arbeitslos werden, ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt sehr positiv – und scheint es vorerst auch zu bleiben.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, war die Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung nicht mehr so niedrig wie im November. Durch die unerwartet gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wird die Bundesagentur für Arbeit bis zum Jahresende einen finanziellen Überschuss erwirtschaften.

Arbeitslosigkeit trotz Winter niedrig

Nur 2,6 Millionen Menschen waren arbeitslos, ­das entspricht einer Quote von 6 Prozent. Im November 2014 waren noch 84.000 Deutsche mehr ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Oktober waren im November 16.000 Menschen weniger arbeitslos. Besonders überraschend ist die niedrige Arbeitslosigkeit auch im Kontext der Jahreszeit. Denn normalerweise verlieren zum Winter hin mehr Menschen ihre Stelle, weil viele Arbeiten im Freien dann nicht mehr verrichtet werden können.

Auch die Unterbeschäftigung, die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit oder die Teilnahme an einer Maßnahme zur Arbeitsförderung, hat sich verringert. Es haben auch weniger Personen Förderung in Form von Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II auf ihr Girokonto erhalten als vor einem Jahr.

Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter positiv

Im Oktober waren laut Statistischem Bundesamt 43,4 Millionen Menschen erwerbstätig. Auch das bedeutet einen Rekord seit der Wiedervereinigung. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat ebenfalls zugenommen. Und die Prognose bleibt positiv: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die offenen Stellen in diesem November um 96.000 auf 610.000 an. Für das kommende Jahr rechnet die deutsche Wirtschaft außerdem mit rund 200.000 neuen Arbeitsplätzen.

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sorgt aber auch für volle Kassen bei der Bundesagentur für Arbeit. Bis zum Jahresende ist mit einem Überschuss von circa 3,1 Milliarden Euro zu rechnen. Für Arbeitslosenförderung und Insolvenzgeld fielen durch die niedrige Arbeitslosigkeit weniger Kosten an als erwartet. Zusätzlich waren die Einnahmen der Arbeitsagentur um 100 Millionen Euro höher als gedacht.

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