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Armut in Deutschland: Jeder Sechste ist gefährdet

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.10.2014

Trotz positiver Entwicklungen am Arbeitsmarkt sind nach wie vor etwa 13 Millionen Deutsche von Armut bedroht. Überdurchschnittlich gefährdet sind Alleinerziehende und Einpersonenhaushalte. Frauen tragen generell ein höheres Armutsrisiko als Männer. Besonders deutlich macht sich dies im Rentenalter bemerkbar.

13 Millionen Bundesbürger sind von Armut bedroht. Überdurchschnittlich hoch ist das Armutsrisiko für Alleinerziehende, Frauen und Singles. Der Anteil armutsgefährdeter Deutscher lag 2013 nach aktuellen Informationen des Statistischen Bundesamts mit 16,1 Prozent der Bevölkerung auf Vorjahresniveau. Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen hat sich die finanzielle Situation der Deutschen offenbar nicht gebessert.

Armutsgrenze orientiert sich am mittleren Einkommen

Die Zahlen stammen aus der EU-Erhebung EU-SILC, der zufolge als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung zur Verfügung hat. Konkret bedeutet dies für die Bundesrepublik folgende Armutsgrenzen:

  • 979 Euro monatliches Haushaltsnettoeinkommen für Alleinstehende
  • 2.056 Euro monatliches Haushaltsnettoeinkommen für Familien mit zwei Kindern.

 

Frauen generell stärker armutsgefährdet

Frauen sind der Untersuchung zufolge generell stärker von Armut gefährdet als Männer. Besonders groß ist der Geschlechterunterschied beim Armutsrisiko im Rentenalter. Während 17 Prozent der Seniorinnen armutsgefährdet sind, liegt das Risiko bei ihren männlichen Altersgenossen nur bei 12,7 Prozent. Ursache sind weiterhin längere Beitragspausen bei der gesetzlichen Rentenversicherung und ein niedrigeres Einkommensniveau. Dies verdeutlicht, wie wichtig insbesondere für Frauen eine private Altersvorsorge wie die Riester-Rente ist.

Extreme Differenzen zwischen Arbeitslosen und Erwerbstätigen

Besonders groß ist der Anteil der von Armut bedrohten Personen unter den Arbeitslosen. Hier sind knapp 70 Prozent gefährdet, während der Anteil bei den überwiegend Erwerbstätigen lediglich 8,6 Prozent beträgt. Schlüsselt man die Armutsgefährdung nach Haushaltsformen auf, ist das Armutsrisiko bei Singles und Alleinerziehenden mit 31,7 und 35,2 Prozent überdurchschnittlich hoch.

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