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Arzttermin: Patienten sind mit Wartezeit zufrieden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.09.2015

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist laut einer Patientenbefragung zufrieden mit der Wartezeit für einen Arzttermin. Die Unterschiede zwischen Kassen- und Privatpatienten fallen gering aus. Mehr als die Hälfte erhält binnen einer Woche einen Termin beim Allgemein- oder Facharzt. Es kommt jedoch auch auf das Auftreten bei der Terminvergabe an.

44 Prozent aller Patienten, die Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, müssen nicht länger als drei Tage auf einen Arzttermin warten, sei es Allgemein- oder Facharzt. Das hat eine Patientenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergeben, wie die „Welt“ berichtet. Von den 6.000 Befragten war die Mehrheit zufrieden mit der Wartezeit für einen Arzttermin.

So unterscheidet sich die Wartezeit bei Kassen- und Privatpatienten

Wie auch schon bei der Patientenbefragung von vor zwei Jahren, gaben 30 Prozent der Befragten an, keine Wartezeit in Kauf nehmen zu müssen. Bei Patienten, die in einer privaten Krankenversicherung Mitglied sind, sind es nur drei Prozent mehr, die direkt einen Arzttermin erhalten. Einen Tag müssen sechs Prozent der Kassenpatienten und acht Prozent der Privatpatienten warten. Acht Prozent der Kassen- und zwölf Prozent der Privatpatienten berichteten, dass sie sich zwei bis drei Tage gedulden mussten. Wenig Unterschiede gibt es auch bei Wartezeiten von bis zu einer Woche (11 % der Kassen- und 14 % der Privatpatienten) und bis zu drei Wochen (jeweils 13 %). Länger als drei Wochen mussten 13 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten warten. Bei den Privatversicherten waren es nur acht Prozent.

90 Prozent der Befragten sind zufrieden

Auch mehrwöchige Wartezeiten nehmen die Patienten geduldig hin. „Nur jeder zehnte Patient erachtet sie als zu lang“, sagte KBV-Chef Andreas Gassen der Zeitung. Er räumte allerdings auch ein, dass es sich bei vielen dieser Arzttermine um planbare und nicht akute Arztbesuche handle, beispielsweise um Termine für Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen.

Wissen wie und resolutes Auftreten verhelfen zum schnellen Arzttermin

Oft liege es aber auch am Vorgehen der Patienten selbst, wie lange die Wartezeit für einen Arzttermin ausfällt. Wer sich bereits vorab eine Überweisung für den Facharzt besorgt und gegenüber Sprechstundenhilfen selbstbewusst und resolut einen Termin fordert, kommt laut Gassen schneller an die Reihe. Ärzte müssten sich daher besonders um chronische Kranke und Menschen mit geringem Bildungsgrad kümmern, die dieses Verhalten meist seltener an den Tag legen und bei der Terminvergabe daher häufig das Nachsehen haben.

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