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Auch die Superreichen spüren die Niedrigzinsphase

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Niedrigzinsphase macht auch den sehr vermögenden Anlegern zu schaffen. Ebenso wie Millionen Kleinsparer haben die Superreichen zuletzt kaum noch etwas aus ihren Einlagen herausgeholt. Das hat jetzt eine Umfrage der Schweizer Großbank UBS unter 224 sogenannten Family Offices ergeben.

Nicht nur Kleinsparer machen mit ihrem Geld kaum noch nennenswerte Zinsgewinne. Auch reiche Menschen spüren die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase. Bei ihnen ist die Rendite ebenfalls in den Keller gerauscht. Das hat jetzt eine weltweite Umfrage der Schweizer Großbank UBS unter 224 Family Offices ergeben, also Verwaltern großer Familienvermögen. Demnach hat die überaus solvente Klientel 2015 einen Gewinn von nur 0,3 Prozent gemacht.

Rendite ist durch die Niedrigzinsphase drastisch eingebrochen

Das war vor Kurzem noch ganz anders. So lag 2013 die Ausbeute bei vergleichsweise stattlichen 8,5 Prozent. Warum nun dieser deutliche Rückgang? Das liegt an den Anlagezielen. Ein Family Office ist üblicherweise am Werterhalt eines Vermögens interessiert, das oft einer finanzkräftigen Familie gehört. Risikoreiche Experimente werden in diesen Kreisen nicht gern gesehen. Deshalb mehren sie ihr Geld lieber auf eher konservative Art. Die allerdings hat immer weniger Erträge gebracht. Investitionen in Anleihemärkte sind derzeit wenig lukrativ. Auch die Aktiengewinne in den einst gefragten Schwellenländern schrumpfen. Was noch Rendite abwirft, sind Kapitalanlagen in europäische Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen, wie die „FAZ“ schreibt.

Viele Family Offices machen Verluste

Die Niedrigzinsphase geht also auch an den Superreichen nicht spurlos vorbei. Und auch nicht an den Family Offices, die ihre Geldanlage in die Hand nehmen. Ein Drittel der Schwerreichen will laut UBS-Studie genauer auf die Ausgabenseite seiner Vermögensverwaltung schauen. Viele davon dürften ein Familiy Office in Amerika, Asien oder den Schwellenländern außerhalb Asiens haben. Denn in den genannten Regionen lief es noch schlechter als in Europa. In der Alten Welt erzielte die gut betuchte Kundschaft im Schnitt immerhin noch eine Rendite von 0,6 Prozent. Davon können vor allem ihre Leidensgenossen in den Schwellenländern außerhalb Asiens momentan nur träumen. Sie mussten laut Umfrage sogar einen durchschnittlichen Verlust von 0,6 Prozent hinnehmen.

Quelle: FAZ

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