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Auto-Notrufsystem eCall wird ab 2018 Pflicht

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.05.2015

Das Europäische Parlament hat entschieden, dass das automatische Notrufsystem eCall ab 2018 in jeden Neuwagen in Europa eingebaut werden muss. So soll die Zahl der Toten durch Verkehrsunfälle deutlich gesenkt werden können. Bis zuletzt hatten die EU-Parlamentarier noch über den Datenschutz gestritten. Nun konnte sie aber eine Einigung erzielen.

Durch die Verpflichtung zum Einbau des automatischen Auto-Notrufsystems eCall erwartet das Europäische Parlament, die Zahl der Unfalltoten um zehn Prozent senken zu können. 2014 sind laut „Spiegel“ etwa 25.700 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen. Durch den Beschluss des EU-Parlaments soll diese Zahl in Zukunft deutlich niedriger ausfallen. Ab 2018 sollen alle Neuwagen mit dem einheitlichen Notrufsystem ausgestattet werden, damit Helfer schneller an Unfallorten eintreffen und mehr Leben retten können.

eCall als einheitliches System

Bereits jetzt installieren einige Autohersteller eigene automatische Notrufsysteme in ihren Fahrzeugen. Im Unterschied zu dem eCall-System funktionieren diese jedoch nicht überall in Europa und haben teilweise Probleme mit verschiedenen Sprachen und der genauen Ortung. Durch das einheitliche eCall-System sollen Rettungskräfte schneller über Verkehrsunfälle und die genauen Standorte informiert werden. Die EU-Kommission geht davon aus, dass eCall die Reaktionszeit der Rettungskräfte in ländlichen Regionen um bis zu 50 Prozent reduzieren kann. In Städten wird eine Verkürzung um 40 Prozent erwartet.

Datenschutz: Werden wirklich nur Verkehrsunfälle erfasst?

Bei den Diskussionen um eCall im Parlament spielte der Datenschutz eine besonders wichtige Rolle. Kritiker des Systems fürchten, dass nicht nur Verkehrsunfälle, sondern auch umfangreiche weitere Informationen erfasst werden könnten. So sei es zum Beispiel technisch möglich, ein komplettes Bewegungsprofil für ein Fahrzeug zu erstellen. Letztendlich einigten sich die Parlamentarier darauf, dass eCall nur folgende Daten erfassen wird:

  • den Zeitpunkt eines Unfalls
  • den Unfallort
  • die Fahrtrichtung
  • die Zahl der Insassen
  • die Art des Treibstoffs

Ungenutzte Daten sollen darüber hinaus kontinuierlich gelöscht werden. Eine Datenübermittlung findet nur im Falle eines tatsächlichen Unfalls statt. Für Kfz-Versicherungen wird das System demnach nicht nutzbar sein. Für die sogenannten Pay-as-you-Drive-Policen werden also weiterhin zusätzliche Geräte installiert werden müssen.

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