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Automatisiertes Fahren: Ausweitung geplant

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.04.2016

Automatisiertes Fahren ist bisher nur in sehr geringem Umfang in bestehende Automodelle integriert. Grund sind die aktuellen Gesetze, die auf dem „Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr“ beruhen – dieser standardisiert die grundlegenden Verkehrsregeln weltweit. Doch das könnte sich in Zukunft in Deutschland ändern.

Um automatisiertes Fahren auf den deutschen Straßen zu verbreiten, sollen die entsprechenden rechtlichen Grundlagen erweitert werden. Das Bundeskabinett hat einen diesbezüglichen Gesetzesentwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) beschlossen.

Automatisiertes Fahren: Unterschiedliche Systeme in Zukunft denkbar

Die Entscheidung, welche Assistenten und Systeme das automatisierte Fahren in Zukunft beinhalten soll, steht dabei noch aus. Grundsätzlich sollen jedoch Computer bestimmte Fahraufgaben des Autofahrers übernehmen können. Denkbar sind hier beispielsweise Spurhalte- oder Bremsassistenten sowie Systeme, die es dem Autofahrer für eine gewisse Zeit erlauben, die Hand vom Lenkrad zu nehmen. In jedem Fall müssen die Computersysteme laut dem Gesetzesentwurf jedoch so aufgebaut sein, dass der Fahrer sie zu jedem Zeitpunkt entweder übersteuern oder vollständig deaktivieren kann.

Autofahrer und Computersysteme sollen gleichgestellt werden

Darüber hinaus plant Dobrindt für die Zukunft weitere Änderungen des internationalen Übereinkommens für Verkehrsstandards, anhand derer automatisiertes Fahren möglich werden soll. In diesem Zusammenhang soll der Begriff des Fahrers so erweitert werden, dass ihm Computersysteme gleichgestellt sind, welche die volle Kontrolle über das Auto haben. Experten gehen jedoch davon aus, dass über diese Pläne noch einige Jahre verhandelt und beraten werden wird.

Automatisiertes Fahren: „Größte Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Autos“

Vorher ist bereits eine konkrete Testphase für die neue Technologie angedacht: Im Rahmen eines „Digitalen Testfeldes“ plant das Bundesverkehrsministerium, auf der bayerischen Autobahn A9 verschiedene Systeme zu prüfen. Dobrindt selbst sprach in Bezug auf das automatisierte Fahren von der größten Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Autos. Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ sagte der Bundesverkehrsminister: „Wir wollen diese Technologie auf die Straße bringen.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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