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Trotz Jammern: Banken profitieren vom Zinsniveau

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.03.2015

Obwohl Banken über das niedrige Zinsniveau klagen, sorgt es in bestimmten Sparten für beträchtliche Umsatzzuwächse. Vor allem die Fondsgesellschaften der Banken profitieren von den Niedrigzinsen. Die Einlagen in Fonds haben zum Jahreswechsel eine Rekordhoch erreicht, dementsprechend sind auch die erwirtschafteten Provisionen gestiegen.

Das niedrige Zinsniveau sorgt nicht nur bei Sparern für Unzufriedenheit. Auch Banken werden nicht müde zu betonen, wie sehr ihnen die Niedrigzinsen zu schaffen machen. Dies ist laut eines Berichts der „Frankfurter Allgemeinen“ (FAZ) jedoch scheinheilig: Einzelne Bereiche im Bankwesen würden von der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) durchaus profitieren.

Geschäft mit Spareinlagen für Banken kaum noch rentabel

Tatsächlich leidet das Geschäft mit Spareinlagen stark unter dem anhaltend niedrigen Zinsniveau – so sehr, dass Sparkassenpräsident Peter Schneider bereits eine staatliche Zulage für Sparer forderte und vor allem kleine, regionale Geldhäuser ihre Existenz bedroht sehen. Auf der anderen Seite fahren vor allem die Wertpapiersparten der Banken dank niedrigerer Zinsen höhere Gewinne ein. Vor allem die Fondsgesellschaften der Banken wie Union Investment (Volksbanken), DWS  (Deutsche Bank) oder Deka (Sparkassen) verdienen aufgrund des aktuellen Zinsniveaus, was letztlich auch den Mutterkonzernen, also den Banken, zugutekommt.

Zinsniveau sorgt für Rekordumsätze bei Fondsgesellschaften

Im Rahmen der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr konnte Union Investment kürzlich einen Rekordzuwachs von 38 Prozent beim Nettoneugeschäft vermelden. Beim Geschäft mit institutionellen Investoren verzeichnete die Fondsgesellschaft sogar einen Zuwachs von 73 Prozent.  Angesichts des niedrigen Zinsniveaus öffnen sich Kunden für börsennotierte Anlageformen wie ETFs und institutionelle Anleger wie Versicherungen legen ihr Kapital ebenfalls verstärkt in Fonds an.

Banken profitieren von gestiegenen Fondseinlagen und Kursgewinnen

Banken profitieren nicht nur davon, dass sich Kunden nun auch für Aktiendepots und Fonds interessieren, sondern auch von der steilen Kursentwicklung an den Börsen und den gestiegenen Fondseinlagen. Die Provisionen der Fondsgesellschaften werden nämlich prozentual vom Fondswert berechnet. Die Einlagen in deutschen Fonds waren nach Informationen des Fondsverbands BVI zum Jahreswechsel so hoch wie nie zuvor – ihre Höhe betrug 2,38 Billionen Euro. Dementsprechend hoch dürften also auch die Provisionen ausgefallen sein.

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