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Bankgebühren oftmals nicht rechtens

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.10.2014

Niedrige Zinsen und starker Wettbewerb machen die Banken offenbar kreativ: Die Geldhäuser erheben für alle möglichen Aufwände Bankgebühren. Diese sind jedoch nicht immer zulässig, denn einige Leistungen müssen nach Auffassung der Gerichte kostenlos angeboten werden. Um die erlaubten Bankgebühren niedrig zu halten, lohnt sich für Kunden ein Vergleich.

Seine Bankgebühren hält jedes Kreditinstitut in einem Preis- und Leistungsverzeichnis fest. Dieses haben jedoch nur die wenigsten Kunden verinnerlicht und wundern sich im Nachhinein oftmals, wofür sie zur Kasse gebeten werden. Laut der „Welt“ sind die Bankgebühren dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken zufolge „Ermessenssache des jeweiligen Instituts“. Doch die Gerichte haben entschieden, dass nicht jede Zahlungsforderung rechtens ist.

Viele Leistungen müssen kostenlos erfolgen

Die „Welt“ hat zusammengestellt, für welche Dienste die Gerichte Bankgebühren  in der Vergangenheit als unzulässig eingestuft haben:

  • Ein- und Auszahlungen beim eigenen Girokonto
  • Nachträgliche Erstellung von Kontoauszügen
  • Nachlässe und Erbfälle
  • Von der eigenen Bank verweigerte Einlösungen von Daueraufträgen, Lastschriften, Schecks, Überweisungen sowie Benachrichtigungen
  • Änderung von Freistellungsaufträgen
  • Kontenpfändung
  • Führen eines Darlehenskontos
  • Aufwände fürs Pfändungsschutzkonto
  • Einrichten oder Auflösen von Girokonten und Sparbüchern

Unzulässige Bankgebühren im dreistelligen Millionenbereich

Kunden, die diese Leistungen nicht kostenlos erhalten haben, können ihr Geld in aller Regel noch drei Jahre lang zurückfordern. Die Wahrscheinlichkeit, als Bankkunde betroffen zu sein, ist dabei recht hoch: „Da die Buchungspostenabrechnungen in aller Regel elektronisch erfolgen und die Rechenzentren der Banken hier wohl kaum differenzieren, dürften sich die ungerechtfertigten jährlichen Einnahmen durch die deutsche Kreditwirtschaft allein in diesem Bereich gut und gerne im dreistelligen Millionenbereich bewegen“, schätzt Bankkundenschützer Jörg Schädtler in der „Welt“.

Auch zulässige Gebühren können vermieden werden

Viele Bankgebühren sind natürlich rechtens. Ob die Verwendung von Geldautomaten, die Nutzung eines Schließfachs oder die Durchführung von Transaktionen, sie alle verursachen Aufwände, welche die Banken sich bezahlen lassen dürfen. Das Geheimnis für Verbraucher liegt darin, sich zunächst zu überlegen, wie ihr Nutzungsverhalten genau aussieht, und dann die Konditionen bei Girokonten und Kreditkarten zu vergleichen.

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