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Bargeldlos bezahlen: Biometrische Verfahren kommen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.09.2016

Bargeldloses Bezahlen per Fingerabdruck liegt bei den Bundesbürgern im Trend. Immer mehr können sich vorstellen, Einkäufe und ähnliche Vorgänge über biometrische Verfahren mit dem Smartphone, Tablet oder anderen Geräten zu tätigen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Wer künftig eine Rechnung begleicht, der braucht dafür nicht mehr als einen Finger auf einen Scanner zu legen. Bargeldloses Bezahlen wird wegen dieses einfachen Prinzips von den Deutschen geschätzt. Acht von zehn Bundesbürgern wollen sich auf diese Weise als Inhaber eines Girokontos ausweisen. Und dieses biometrische Verfahren ist nur eines von vielen, die für solche und ähnliche Zwecke entwickelt werden. Sie ersetzen PIN und Unterschriften für die Begleichung einer Rechnung, zum Beispiel mit der EC- oder Kreditkarte.

Bargeldloses Bezahlen per Fingerabdruck kommt gut an

Vielen ist dieses Verfahren bereits von ihrem Smartphone oder Tablet bekannt. Die erkennen ihre Nutzer schon länger per Fingerabdruck. Sobald möglich, wollen die meisten Deutschen diese Methode zur Identifikation auch für bargeldloses Bezahlen nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Dessen Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sagt: „Der Fingerabdruck macht jeden Menschen einzigartig und ist damit ein ideales, weil hochsicheres Autorisierungsverfahren – und zudem schneller und bequemer einsetzbar als jedes Passwort.“

Allerdings gibt es noch weitere biometrische Verfahren, die für bargeldloses Bezahlen infrage kommen. So würde rund ein Drittel (36 Prozent) der Bundesbürger auch einem Iris-Scan des Auges vertrauen. Die Authentifizierung über ihr Stimmenprofil würden 22 Prozent zulassen. Bargeldloses Bezahlen mit ihrem Herzschlag können sich aber nur sechs Prozent vorstellen.

Das Vertrauen in biometrische Verfahren dürfte weiter wachsen

Rohleder hält die Resultate der Umfrage nur für einen Zwischenstand. Mit der Zeit würden die Menschen mehr Zutrauen in biometrische Verfahren gewinnen. „Diese Autorisierungsmöglichkeiten klingen vermutlich für viele Nutzer noch nach Science-Fiction. Wenn erste Pilotprojekte zeigen, wie sicher und komfortabel sie sind, werden sie sich im Alltag schnell und in aller Breite durchsetzen,“ meint er.

So funktioniert die Technik

Hinter der Technik steckt ein simples Prinzip. Statt mit einer Unterschrift oder irgendwelchen Passwörtern und PINs arbeitet die Biometrie mit körperlichen, individuellen Merkmalen von Menschen. Diese werden aufgenommen, in Daten umgewandelt und digital gespeichert. Beispiel Fingerabdruck: Will sich eine Person damit identifizieren, so wird deren Abdruck gescannt und mit den hinterlegten Informationen abgeglichen. Passt alles zusammen, stehen die Signale für bargeldloses Bezahlen auf grün.

Quelle: Bitkom

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